Ermittlungen wegen Anschlagsplänen Mehr als 50 Waffen in Privatwohnung gefunden

Polizisten fanden bei einem Mann in Hannover mehr als 50 Waffen, mehrere Kilogramm Munition sowie Orden aus dem Dritten Reich. Nun hat die für Terrorermittlung zuständige Behörde den Fall übernommen.

Die Waffen wurden Ende März bei einer Durchsuchung der Wohnung gefunden.
Polizei Hannover

Die Waffen wurden Ende März bei einer Durchsuchung der Wohnung gefunden.


Weil bei einem Mann in Hannover mehr als 50 Waffen gefunden wurden, hat die Generalstaatsanwaltschaft Celle Ermittlungen gegen den 29-Jährigen wegen möglicher Anschlagspläne aufgenommen. Zudem werde geprüft, ob der Verdächtige rechtsextremistisch eingestellt sei, weil bei ihm auch Orden und Ehrenzeichen aus der Zeit des Nationalsozialismus gefunden worden seien, sagte Oberstaatsanwalt Bernd Kolkmeier. Zuvor hat die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" online berichtet.

"Er hat uns nicht verraten, was er damit vorhat", sagte Kolkmeier zu den Waffenfunden - 16 Langwaffen, 3 Maschinenpistolen, 17 Pistolen, 8 Revolver und 7 Signalwaffen. "Das ist alles merkwürdig und auffällig", daher habe die für Terrorermittlung zuständige Behörde den Fall übernommen. Auch mehrere Kilogramm Munition waren entdeckt worden.

Der Verdächtige sitzt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte in Untersuchungshaft. Polizisten waren Ende März bei der Durchsuchung der Wohnung seines Vaters auf die Waffen, etwa 100.000 Euro sowie Devotionalien gestoßen. Der 29-Jährige hat noch ein Zimmer in der Wohnung seines Vaters.

sen/dpa

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