Trayvon-Martin-Todesschütze George Zimmerman wurde nicht ins Gesicht geschossen

Nach einem Streit mit einem anderen Autofahrer wurde auf George Zimmerman geschossen, den Todesschützen von Trayvon Martin. Zimmerman kam ins Krankenhaus. Entgegen erster Angaben wurde er aber offenbar nicht im Gesicht getroffen.
George Zimmerman: Leichte Verletzung im Gesicht

George Zimmerman: Leichte Verletzung im Gesicht

Foto: Joe Burbank/ AP/dpa

Dem US-Todesschützen George Zimmerman, der in Florida den unbewaffneten Afroamerikaner Trayvon Martin erschossen hatte und später freigesprochen wurde, ist nach Aussage seines Anwalts nicht ins Gesicht geschossen worden. Anwalt Don West korrigierte damit die Aussage eines Polizeisprechers über einen Streit Zimmermans mit einem Autofahrer.

Nach Wests Angaben wurde Zimmerman im Auto von einem Mann verfolgt, mit dem er sich bereits im September eine Auseinandersetzung geliefert hatte. Zimmerman habe wenden wollen, um den Verfolger abzuschütteln, doch dieser habe ebenfalls gewendet und dann durch die Fensterscheibe von Zimmermans Auto geschossen. Der 31-Jährige sei durch Splitter im Gesicht und am Arm verletzt worden, die Kugel habe ihn aber nicht getroffen. Nach kurzer Zeit wurde er aus dem Krankenhaus entlassen.

Der Nachbarschaftswächter Zimmerman hatte den 17-jährigen Trayvon Martin am 26. Februar 2012 in Sanford nahe Orlando erschossen. In einem international beachteten Prozess hatte Zimmerman sich erfolgreich auf Notwehr berufen. Die Geschworenen - fünf Weiße, eine Latina - gaben ihm Recht. Zimmerman wurde ein Jahr nach der Tat freigesprochen. Es folgten große Demonstrationen gegen das Urteil in mehr als hundert Städten. Der Fall rückte das in den USA verbreitete Problem rassistischer Vorurteile gegenüber Schwarzen erneut in den Blickpunkt.

Zimmerman hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Ärger mit der Polizei. 2013 bewarf er im Streit seine damalige Lebensgefährtin mit einer Weinflasche. Auch seine Ex-Frau Shellie und eine weitere Lebensgefährtin hatte er mit einer Waffe bedroht, einem Autofahrer drohte er, ihn zu erschießen.

kis/dpa/AFP