Fall Georgine Krüger Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen 44-Jährigen

Seit 2006 wird Georgine Krüger aus Berlin vermisst. Ein 44-Jähriger ist jetzt angeklagt, die Schülerin vergewaltigt und ermordet zu haben. Eine Leiche wurde aber nie gefunden.

Suchaktion der Polizei bei Brieselang im April 2018: Die seit 2006 vermisste Georgine Krüger bleibt verschwunden.
Bernd Settnik/DPA

Suchaktion der Polizei bei Brieselang im April 2018: Die seit 2006 vermisste Georgine Krüger bleibt verschwunden.


Mehr als zwölf Jahre nach dem Verschwinden der Schülerin Georgine Krüger hat die Berliner Staatsanwaltschaft einen 44-Jährigen angeklagt. Dem Mann werden Mord und Vergewaltigung vorgeworfen, teilte Staatsanwaltschaftssprecher Martin Steltner mit.

Der Angeschuldigte soll die damals 14-Jährige im September 2006 auf dem Heimweg von der Schule abgepasst und in einen Keller seiner Wohnung in Berlin-Moabit gelockt haben. Laut Anklage schlug er das Mädchen bewusstlos und vergewaltigte es. Aus Angst vor Entdeckung soll der Mann Georgine Krüger erwürgt und an einen unbekannten Ort gebracht haben. Die Leiche der Vermissten wurde bis heute nicht gefunden.

Der Verdächtige ist seit Dezember 2018 in Untersuchungshaft. Er war bereits 2013 wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen im Keller seiner Wohnung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden. Der Mann geriet 2017 erneut ins Visier der Ermittler.

bbr/dpa



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