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17. Oktober 2018, 10:12 Uhr

Bayern

Polizei schießt auf flüchtenden Geldautomaten-Sprenger

Zwei Männer wollten in Germering einen Geldautomaten sprengen. Die Polizei kam ihnen zuvor - und schoss auf das Fluchtauto. Bei den Verdächtigen soll es sich um Mitglieder einer international agierenden Bande handeln.

In Germering bei München hat die Polizei einen mutmaßlichen Geldautomaten-Sprenger angeschossen und verletzt. Mit einem Komplizen soll der Mann versucht haben, am frühen Morgen einen Geldautomaten zu knacken, teilte die Polizei mit.

Ermittler kamen den beiden aber zuvor. Bei der Flucht der mutmaßlichen Täter schossen die Beamten auf ein Fahrzeug - dabei wurde einer der Männer verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr habe für den Mann nicht bestanden. Bei dem Zugriff wurden demnach zudem drei Polizisten verletzt. Der zweite Tatverdächtige entkam zu Fuß. Nach ihm wird noch gefahndet.

Bei einer zweiten Aktion im benachbarten Gilching (Landkreis Starnberg) nahm die Polizei drei weitere mögliche Komplizen in einer Wohnung fest. Es handelte sich um zwei Frauen im Alter von 17 und 19 Jahren sowie einen 47-jährigen Mann. Die Beamten gehen davon aus, dass die Wohnung die Basis einer Bande war, von der aus ähnliche Taten geplant worden sind.

Kurz nachdem einer der Männer die Bank in Germering betreten hatte, griffen die Spezialeinheiten laut Polizei zu. Dabei verkeilten sie den Fluchtwagen mit ihren Einsatzfahrzeugen. Der 27-Jährige sei in den Wagen gerannt und losgerast - dabei habe er mehrere zivile Polizeiautos und Schilder gerammt.

Ein Polizist wurde zwischen den Autos eingeklemmt und erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch. Er wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Das Fluchtauto und die Kennzeichen hatten die Täter vorher gestohlen.

Die Polizei geht davon aus, dass die Männer Gas in den Automaten leiten wollten, um ihn zu sprengen und anschließend Geld zu stehlen. Die international agierende Bande sei seit etwa zehn Tagen in der Region unterwegs, sagte ein Sprecher. Nun werde geprüft, ob sie für mehrere Geldautomaten-Sprengungen im Raum München verantwortlich sei. Wie die Ermittler auf die Spur der Bande kamen, ließen sie offen.

Gegen den 27-Jährigen und seine drei mutmaßlichen Komplizen aus der Gilchinger Wohnung beantragte die Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Über diesen soll am Donnerstag ein Richter entscheiden. Die von der Bank flüchtenden Männer waren nach ersten Erkenntnissen der Ermittler nicht bewaffnet.

wit/bbr/dpa

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