Mehrere Festnahmen Polizeigroßeinsatz nach Waffenverdacht an Schule in Dinslaken

Jugendlicher mit Schusswaffe? Nach einem Großeinsatz in Dinslaken meldet die Polizei »keine unmittelbare Gefahr«. Es gibt drei Festnahmen. Gerüchte über einen Amoklauf weisen die Behörden zurück.
Polizisten in der Nähe der Schule in Dinslaken, Nordrhein-Westfalen

Polizisten in der Nähe der Schule in Dinslaken, Nordrhein-Westfalen

Foto: Erwin Pottgießer / dpa

Lief ein Jugendlicher mit einer Schusswaffe durch die Schule? Nach einem Waffenverdacht hat die Polizei mit einem Großaufgebot eine Schule in Dinslaken durchsucht. Stunden nach Beginn des Einsatzes teilte die Polizei am Abend  mit, es bestehe »keine unmittelbare Gefahr« für Menschen. Schüler und Lehrer, die sich noch in den Räumen der Schule aufhielten, würden von dem Beamten aus dem Gebäude geführt. Die Bereiche um die Schule waren abgesperrt worden. Laut einer weiteren Mitteilung vom späten Abend  hat die Polizei drei männliche Jugendliche festgenommen, von denen zwei sich noch im Polizeigewahrsam befänden und der Dritte wieder auf freiem Fuß.

Laut Polizei hatte ein Mitarbeiter der Gesamtschule in einem Kellerraum einen Jugendlichen gesehen, »der eine Schusswaffe in der Hand gehalten haben soll«. Als der Jugendliche den Mitarbeiter bemerkt habe, sei er geflohen. Trotz mehrerer Hinweise auf eine Schusswaffe sei diese bei den Durchsuchungsmaßnahmen bisher nicht gefunden worden, hieß es am Abend.

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Ermittler sprachen zunächst von »Gefahrenlage«

In den abgesperrten Straßen an der Schule war die Polizei auch mit Spezialkräften vertreten. Menschen warteten auf den Bürgersteigen in der Nähe, Rettungswagen standen bereit. Die aus dem Gebäude geleiteten Schüler und Lehrer sollten medizinisch und psychologisch betreut werden, so die Polizei. Zahlreiche Rettungskräfte, Polizisten und Notfallseelsorger standen bereit.

Die Ermittler hatten zuvor von einer »Gefahrenlage« gesprochen. Gerüchte über einen Amoklauf an der Gesamtschule hatte die Polizei aber zurückgewiesen. »Die Ermittlungen dauern an«, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Unklar war, ob es tatsächlich eine Waffe gegeben hatte. Über die Identität der Festgenommenen wurden keine Angaben gemacht.

tfb/dpa