Internationale Organisierte Kriminalität Bundes­kriminal­amt nimmt in Hessen mut­maß­li­che Rausch­gift­händ­ler fest

Es geht um Drogenhandel im großen Stil: Das BKA hat einen 45-Jährigen erwischt, der eine wichtige Rolle in der Organisierten Kriminalität spielen soll. Im Zusammenhang mit dem Fall gab es weitere Verhaftungen.
Drogenfund der Ermittler

Drogenfund der Ermittler

Foto: BKA

In Hessen gab es am Mittwoch einen Großeinsatz wegen Verdachts auf international organisierten Handel mit Betäubungsmitteln. Insgesamt 135 Einsatzkräfte von Polizei und Staatsanwaltschaften hätten mehrere Haftbefehle vollstreckt und Gebäude im Großraum Marburg und Gießen durchsucht, teilte das Bundeskriminalamt mit . Dabei stellten sie unter anderem einen Ferrari »488 Spider« sowie 36.000 Euro Bargeld sicher.

Unter den Festgenommenen ist ein 45-Jähriger, der als Hauptbeschuldigter gilt. Ihm werfen die Ermittler vor, die Einfuhr von mehr als zehn Kilogramm Heroin und Transporte von mindestens 45 Kilogramm Kokain organisiert zu haben. Für den Schmuggel der Drogen aus den Niederlanden nach Deutschland soll er seine kriminellen Kontakte ins Ausland genutzt haben.

Der Mann aus Gießen, der die nordmazedonische und die kroatische Staatsbürgerschaft hat, gilt als hochrangiger Unterstützer einer vorrangig in den Balkanstaaten agierenden Gruppe. Er wurde deshalb von Europol als »High Value Target« eingestuft. Darunter versteht man Personen, die der Führungsebene der Schweren und Organisierten Kriminalität zugeordnet werden.

Verdächtiger bereits wegen Drogendelikten verurteilt

Außerdem nahm die Polizei einen 44-Jährigen fest, der den Hauptbeschuldigten bei seinen Drogenschäften unterstützt haben soll. Ein weiterer mutmaßlicher Unterstützer sitzt bereits in Haft. Der 62-Jährige wurde in der Vergangenheit bereits wegen schwerwiegenden Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt.

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Bei einem weiteren Mann fanden die Ermittler bei den Durchsuchungen im Vogelsbergkreis ein Kilogramm Heroin und fünf Kilogramm Fentanyl. Auch gegen ihn wurde ein Haftbefehl erlassen. Die drei Verdächtigen haben die deutsche Staatsangehörigkeit.

Die Ermittler seien dem Rauschgifthändlerring auf die Spur gekommen, weil sie Kommunikationen zwischen den Tatverdächtigen auswerten konnten. Diese hätten die Verschlüsselungssoftware von Sky ECC genutzt. Im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass es europäischen Sicherheitsbehörden gelungen war, die Verschlüsselung dieses im kriminellen Milieu beliebten Kryptodienstleisters zu knacken.

bbr