Angriff in Schottland Mann soll auf Polizisten in Glasgow eingestochen haben

Bei einer Messerattacke in der britischen Stadt Glasgow soll ein Polizist schwer verletzt worden sein. Der mutmaßliche Angreifer wurde erschossen.
Einsatzkräfte am Tatort

Einsatzkräfte am Tatort

Foto: Jeff J Mitchell/ Getty Images

Die Polizei im schottischen Glasgow hat einen Tatverdächtigen erschossen, der mit einem Messer mehrere Menschen angegriffen haben soll. Man gehe derzeit nicht von Mittätern des Mannes aus, sagte ein Polizeisprecher.

Hintergründe und die genaue Dimension des Vorfalls sind noch unklar. Laut dem schottischen Polizeiverband wurde auch ein Polizist verletzt. Der Mann befinde sich in kritischem, aber stabilen Zustand im Krankenhaus, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die Polizei. Fünf weitere Menschen seien im Krankenhaus.

Der Sender BBC  hatte zuvor von vermutlich drei Toten berichtet, schreibt inzwischen aber nur noch: "Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass zwei weitere Menschen im Park Inn in der West George Street gestorben waren." Offizielle Angaben zu Opfern sowie zu möglichen Hintergründen der Tat gibt es bislang nicht.

Straßen gesperrt

Die Polizei warnte im Kurznachrichtendienst Twitter vor einem ernsten "Zwischenfall", betonte aber, dass keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe. Britische Medien berichteten von schwer bewaffneten Einsatzkräften, die in ein Gebäude gestürmt sein sollen. Einige Straßen wurden gesperrt, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Der stellvertretende Polizeichef Steve Johnson sagte, er wolle "die Öffentlichkeit beruhigen, es handelt sich um einen eingedämmten Vorfall und die breite Öffentlichkeit ist nicht gefährdet". Es werde nicht nach weiteren Tatverdächtigen gefahndet.

Die schottische Premierministerin Nicola Sturgeon sagte, die Berichte seien schrecklich und sie werde gerade über die Lage informiert.

Anmerkung: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, der schottische Polizeiverband habe den Tod eines Beamten bekanntgegeben. Ferner wurde Regierungschefin Nicola Sturgeon als Premierminister bezeichnet. Wir haben die Fehler korrigiert.

apr/AFP/Reuters/dpa/AP
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