TV-Show mit Heidi Klum GNTM-Teilnehmerin soll andere Kandidatin geschlagen haben

Ein eskalierter Streit zwischen zwei Teilnehmerinnen der Show "Germany's Next Topmodel" könnte vor Gericht landen. Der Anwalt einer Kandidatin hat Anzeige erstattet - auch gegen ProSieben.

Jurorin Heidi Klum (Archiv)
Marcel Kusch/ DPA

Jurorin Heidi Klum (Archiv)


Streit und Zickereien gehören zum Programm bei der ProSieben-Show "Germany's Next Topmodel" - dass ein Konflikt zwischen zwei Teilnehmerinnen die Justiz auf den Plan ruft, ist jedoch eher ungewöhnlich. Doch genau das ist nun passiert.

Eine Teilnehmerin soll vor laufender Kamera eine andere geschlagen haben. ProSieben bestätigte den Vorfall: "Nach einem verbalen Streit gab es einen körperlichen Übergriff der Kandidatin Jasmin auf die Kandidatin Lena", sagte Sendersprecher Christoph Körfer.

Die Angreiferin rechtfertigte sich: "Der Druck wurde für mich immer stärker: Nacktshooting, Kritik an meiner Performance, und dann noch eine Provokation von Lena. Da bin ich einfach geplatzt!", teilte sie mit.

Mehr als eine Ohrfeige

Der Anwalt der Geschädigten, Christian Nohr, sagte, er habe Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet. Es sei um mehr als eine Ohrfeige gegangen. Die Staatsanwaltschaft Essen bestätigte den Eingang. Zuvor hatten "Hamburger Abendblatt" und "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.

Außerdem hat Nohr eigenen Angaben zufolge Strafanzeige wegen unterlassener Hilfeleistung gegen das Kamerateam der Produktionsfirma erstattet. ProSieben hält das offenbar nicht für gerechtfertigt: "Vor Ort hat das Produktionsteam die Situation schnell beruhigt. Nach drei Sekunden wurde Lena geholfen, nach 5,5 Sekunden hatte die Aufnahmeleiterin die Situation unter Kontrolle", hieß es. Wie die Zeit dermaßen genau gemessen werden konnte, wurde nicht mitgeteilt.

Ob die Szene in der Episode, die ProSieben am Donnerstagabend zeigt, zu sehen sein wird, ist noch offen. "ProSieben erzählt das, was bei #GNTM passiert, immer mit der größtmöglichen Sorgfaltspflicht gegenüber allen Beteiligten", teilte der Sender dazu mit. "Auch an diesem Donnerstag. Die Folge wird so gezeigt, wie es die Redaktion schon vor Wochen geplant hat."

bbr/dpa



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