Denkmaldiebstahl in Göttingen Heinz' Heimkehr

In Göttingen haben Unbekannte eine zwei Meter große Statue des Schauspielers Heinz Erhardt gestohlen - und konnten damit offenbar wenig anfangen. Die Polizei steht vor einem Rätsel.

Denkmal des Schauspielers Heinz-Erhardt in einer Göttinger Polizeiwache: Wer klaut so was?
Polizei Göttingen/DPA

Denkmal des Schauspielers Heinz-Erhardt in einer Göttinger Polizeiwache: Wer klaut so was?


Heinz Erhardt ist seit 40 Jahren tot, in Göttingen ist der Name des Komikers trotzdem derzeit Gesprächsthema: Vor etwa drei Wochen verschwand ein Denkmal für den 1979 verstorbenen Schauspieler - und tauchte nun ebenso unerwartet wieder auf.

Das zwei Meter hohe und etwa 20 Kilogramm schwere Denkmal sei in der Göttinger Innenstadt an einen Baum gelehnt gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin. "Es ist auch nicht stark beschädigt, nur am Fuß ist es etwas verbogen." Noch befinde es sich in der Polizeiwache, sagte sie.

Die Beamten suchen demnach weiter nach den Tätern - eine heiße Spur scheint es derzeit aber nicht zu geben. Das Denkmal war am 15. September von Unbekannten mit Gewalt von seinem Sockel auf dem Heinz-Erhardt-Platz gerissen worden. Dabei entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro.

Das Plexiglasdenkmal, das 2003 aufgestellt wurde, zeigt Erhardt in seiner Rolle als Verkehrspolizist Eberhard Dobermann aus dem Film "Natürlich die Autofahrer" von 1959, der in Göttingen gedreht wurde. Der Beamte, ein biederer Pedant, musste darin auf seine alten Tage noch den Führerschein machen. Insgesamt hat Erhardt in Göttingen zwischen 1956 und 1960 acht Filme gedreht.

mxw/dpa



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