Grausige Tierquälerei Mann wollte Schwan schächten

Ein Spaziergänger hat in Gießen einen Schwan mit einem Messer angegriffen, weil er das Tier schächten und essen wollte. Der Vogel wurde schwer verletzt und musste eingeschläfert werden. Ein Gericht hat den Täter jetzt zu einer Geldstrafe verurteilt.


Gießen - Der 26-jährige Khelifa T. wurde heute wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz vom Amtsgericht Gießen zu einer Geldstrafe von 75 Tagessätzen je zehn Euro verurteilt. Der Angeklagte - ein Deutscher tunesischer Anstammung - hatte zur Begründung ausgesagt, in seiner Familie sei es bis vor vier Jahren üblich gewesen, jedes Jahr ein Schaf nach islamischem Ritus zu schächten. Das sei aber jetzt verboten. Den Schwan habe er essen wollen, weil er geglaubt habe, er schmecke wie Hähnchen.

Weil der Mann bei der Tat im Juli nur ein stumpfes Klappmesser bei sich trug, misslang die Schächtung. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Verletzungen stach der Angeklagte aus Heusenstamm bei Offenbach dem Tier noch einmal in den Hals und ließ es anschließend liegen.

Mitleid mit dem Vogel zeigte der Angeklagte nicht, der sei schließlich nicht geflohen. "Die anderen Schwäne sind weggeschwommen", erzählte er. "Nur der eine war sehr zutraulich und ist immer näher gekommen, als ich meine Hand ausgestreckt habe."



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