US-Serienmörder Lonnie F. Geschworene fordern Todesstrafe für "Grim Sleeper"

Lonnie F. wurde wegen der Ermordung von neun Frauen und einer Jugendlichen schuldig gesprochen. Jetzt fordern Geschworene: Der "Grim Sleeper" soll hingerichtet werden.

Lonnie F.
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Die Geschworenen an einem Gericht im kalifornischen Los Angeles haben sich entschieden: Sie wollen die Todesstrafe für den verurteilten Serienmörder Lonnie F. Der 63-Jährige ist als "Grim Sleeper" bekannt, er wurde Anfang Mai wegen der Ermordung von neun Frauen und einer 15-jährigen Jugendlichen schuldig gesprochen.

Die Mordserie fand im Südteil von Los Angeles zwischen den Jahren 1985 und 2007 statt. Die Ermittler glauben, dass der ehemalige Müllmann möglicherweise zahlreiche weitere Morde begangen hat. Er war 2010 nach der Auswertung von DNA-Spuren festgenommen worden.

In der aktuellen Prozessphase mussten die Geschworenen über das Strafmaß - lebenslänglich oder Hinrichtung - beraten. Am 10. August soll die offizielle Verurteilung stattfinden. "Wir haben bekommen, was wir wollten", sagte der Vater eines Opfers im Gerichtssaal. "Ich bin erleichtert, dass ich das noch erleben darf."

Viele der Mordopfer waren schwarze Prostituierte. Die meisten wurden am Straßenrand oder neben Mülltonnen erschossen aufgefunden. Wegen einer jahrelangen Pause in der Mordserie erhielt F. den Spitznamen "Grim Sleeper" - grauenvoller Schläfer - in Anlehnung an den englischen Begriff "Grim Reaper" für den Sensenmann als Sinnbild des Todes.

Auch eine Frau aus Deutschland sagte laut der "Los Angeles Times" aus: Sie gab demnach an, von F. und zwei US-Soldaten 1974 in Stuttgart vergewaltigt worden zu sein.

aar/dpa/AP



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