US-Serienmörder "Grim Sleeper" Lonnie F. zum Tode verurteilt

Ein Gericht in Kalifornien hat Lonnie F. wegen des Mordes an zehn Frauen zum Tode verurteilt. Die Richterin sagte, sie könne sich "an niemanden erinnern, der so monströse Verbrechen begangen hat".

Lonnie F.
DPA

Lonnie F.


Der US-Serienmörder mit dem Beinamen "Grim Sleeper" (zu Deutsch: grauenvoller Schläfer) ist zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht in Los Angeles folgte damit der Empfehlung der Jury, die im Juni die Höchststrafe für den 63-jährigen Lonnie F. gefordert hatte.

Der Mechaniker und frühere Müllmann war für schuldig befunden worden, zwischen 1985 und 2007 neun Frauen und ein Mädchen ermordet zu haben. Bei den Opfern handelte es sich vor allem um schwarze Prostituierte.

"In all den Jahren, die ich schon im Amt bin, kann ich mich an niemanden erinnern, der so monströse Verbrechen begangen hat, wie Sie es getan haben", sagte die Richterin Kathleen Kennedy, nachdem sie die Strafe verlesen hatte.

Der Täter wird der "grauenvolle Schläfer" genannt, weil er die Mordserie zwischen 1988 und 2002 unterbrochen haben soll. F. war aufgrund von DNA-Proben gefasst worden. Die Ermittler vermuten, dass er noch für Dutzende weitere Morde verantwortlich ist.

F. hatte im gesamten Verfahren geschwiegen. Seine Anwälte argumentierten, ein Unbekannter sei für die Morde verantwortlich.

Staatsanwältin Beth Silverman sagte, F. sei ein psychopathischer, sadistischer Killer, der Freude daran habe, Frauen Schmerzen zuzufügen und sie zu töten.

Dass F. tatsächlich hingerichtet wird, ist unwahrscheinlich. Kalifornien hat seit 2006 niemanden mehr hingerichtet. Mehr als 750 Personen sitzen in dem US-Bundesstaat in der Todeszelle.

kry/AFP/Reuters



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