Großbritannien Jugendlicher muss für 23 Jahre in Haft

Hartes Urteil: Weil er aus Rache das Haus seiner Ex-Freundin angezündet hat, ist ein britischer Teenager zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zwei Menschen waren bei dem Brandanschlag gestorben.


London - Ein Gericht in London befand den 15-jährigen Akmol M. am Freitag des doppelten Mordes und dreifachen versuchten Mordes für schuldig. Er muss für 23 Jahre hinter Gitter. Sein sechs Jahre älterer Cousin Shihabouddin C. erhielt eine 21-jährige Haftstrafe. Beide Verurteilten bestritten während des Verfahrens die Tat.

Das Gericht sah es aber als erwiesen an, dass die beiden jungen Männer im Juni 2009 das Haus der Familie Masud in Brand gesetzt hatten. Aufnahmen einer Überwachungskamera belegten, dass sie in der Tatnacht vor Ort waren. Außerdem förderten Untersuchungen des Computers von M. zu Tage, dass er am Vorabend "Wie zünde ich ein Haus an?" in eine Suchmaschine eingetippt hatte. Außerdem habe er mehrfach die Familie Masud bedroht, dessen Tochter zuvor mit ihm Schluss gemacht hatte.

Bei dem Feuer starben die 15-jährige Maleha und ihre 21-jährige Schwester Nabiha, die wenige Wochen später heiraten wollte. Die Mutter und zwei Brüder erlitten Verletzungen, konnten das brennende Haus aber rechtzeitig verlassen. Der Haupttäter Akmol M. war zur Tatzeit erst 14 Jahre alt. In England gelten Kinder ab dem 10. Lebensjahr als strafmündig.

jdl/AFP



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