Großbritannien Polizei nimmt mehr als tausend Verdächtige bei Operation gegen Drogenhandel fest

Kriminelle Banden verteilen in Großbritannien Drogen in ländlichen Gebieten. Nun ist die Polizei gegen die sogenannten »county lines« vorgegangen – und hat rund neunhundert Wohnungen durchsucht.
Polizeieinsatz in Großbritannien (Symbolbild)

Polizeieinsatz in Großbritannien (Symbolbild)

Foto: BrianAJackson / Getty Images/iStockphoto

Ermittler in Großbritannien sind mit einer groß angelegten Operation gegen den Drogenhandel in ländlichen Gebieten vorgegangen. Innerhalb einer Woche wurden mehr als tausend Menschen festgenommen, knapp 300 Waffen beschlagnahmt und mehr als neunhundert Wohnungen durchsucht, wie die nationale Polizeibehörde National Police Chiefs' Council mitteilte .

Mit Aktionen wie dieser geht die britische Polizei zunehmend gegen kriminelle Banden vor, die Minderjährige und andere leicht beeinflussbare Menschen als Drogenkuriere missbrauchen und deren Wohnungen als Verstecke für ihre Ware nutzen. Das kriminelle Geschäftsmodell, mit dem Drogen aus den städtischen Zentren in ländliche Gebiete verteilt werden, bezeichnet man in Großbritannien als »county lines«, weil die Kommunikation per Handy zwischen Drogendealer und Kurieren dabei eine große Rolle spielt.

Ein Polizeisprecher rief die Menschen auf, wachsam zu sein für Hinweise auf kriminelle Aktivität. »Das könnte ein Kind sein, das auf unerklärliche Weise zu Geld kommt, ein neues teures Handy oder Kleidung hat, dass es plötzlich verschwindet, im Besitz von Zugtickets oder Taxi-Quittungen ist, sein Verhalten ändert, oder dass plötzlich unbekannte Leute bei einem Haus oder einer Wohnung auftauchen.«

bbr/dpa
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