»Dieses Verbrechen ist abscheulich« Unbekannter erschießt Neunjährige in Liverpool

Ein Mädchen wurde getötet, zwei weitere Personen wurden verletzt: In Liverpool hat ein Mann in einem Haus auf Menschen geschossen. Er ist auf der Flucht. Die Bürgermeisterin rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf.
Polizeieinsatz in Liverpool: Tödliche Schüsse auf ein Kind

Polizeieinsatz in Liverpool: Tödliche Schüsse auf ein Kind

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Peter Byrne / dpa

In der englischen Stadt Liverpool ist ein Mädchen getötet worden. Ein Unbekannter habe am späten Montagabend in einem Haus auf die Neunjährige geschossen, teilte die Polizei mit .

Das Kind wurde in die Brust getroffen. Es starb später im Krankenhaus. Außerdem seien ein Mann und eine Frau mit Schussverletzungen in Kliniken gebracht worden.

In welchem Verhältnis sie zu dem Mädchen standen, ist nicht bekannt. Die Angehörigen der Getöteten seien informiert worden und würden von speziell geschultem Personal unterstützt. »Dieses Verbrechen ist abscheulich«, sagte Jenny Sims von der Merseyside Police. Kein Elternteil solle »jemals den Verlust eines Kindes unter diesen schrecklichen Umständen erleiden müssen«. Sie bat »alle, die etwas wissen«, sich zu melden, damit der Täter hinter Gitter gebracht werden könne.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge war der Täter in das Haus eingedrungen. Er sei auf der Flucht.

Erst am Sonntagmorgen war eine 28-Jährige in Liverpool gestorben, nachdem jemand in ihrem Haus auf sie gefeuert hatte. Der Angriff habe vermutlich nicht der Frau gegolten, teilte die Polizei mit. Sie war die Halbschwester eines 16-Jährigen, der 2015 in Liverpool erschossen worden war – seine Mörder hatten ihn offensichtlich mit einem anderen Menschen verwechselt. Es gibt bisher keinen Hinweis, dass die Attacken auf die 28-Jährige und das Mädchen zusammenhängen.

Am Abend des 16. August wurde ein 22-jähriger Mann erschossen, zwei Täter flüchteten auf Elektrofahrrädern.

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Bürgermeisterin Joanne Anderson bat die Bevölkerung um Hilfe. »Dies ist ein entsetzlicher Akt des Bösen. Wenn Sie etwas wissen, müssen Sie sich melden«, sagte die Politikerin. Sie erinnerte daran, dass vor genau 15 Jahren ein elfjähriger Junge versehentlich in einer Auseinandersetzung jugendlicher Banden erschossen wurde. »Haben wir nichts gelernt?«, sagte die Bürgermeisterin. Die Polizei hatte zuvor geklagt, sie stoße in Liverpool auf eine Mauer des Schweigens.

bbr/dpa
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