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24. Dezember 2008, 16:08 Uhr

Großfahndung

16-Jährige an Heiligabend verschleppt und vergewaltigt

Brutale Entführung in Regensburg: Ein Unbekannter hat eine 16-Jährige an Heiligabend auf dem Weg zur Arbeit abgepasst, nach Österreich verschleppt, dort vergewaltigt und ausgesetzt. Aus dem Kofferraum gelang ihr dennoch ein Notruf via Handy.

Regensburg/Linz - Der Mann hatte das Mädchen mit einem Messer bedroht und in den Kofferraum seines Wagens gesperrt, teilten die Polizei Regensburg und die Polizei Linz mit. Nach dem Täter mit einem silbernen, viertürigen Wagen mit österreichischen Kennzeichen wurde gefahndet.

Die Auszubildende war zum Zeitpunkt ihrer Entführung am frühen Morgen nach Angaben der Polizei zum Bahnhof unterwegs, um zu ihrer Arbeitsstelle zu fahren. Auf dem Weg bedrohte ein Mann sie mit einem Klappmesser, wie die österreichische Polizei laut einem Bericht der Nachrichtenagentur APA mitteilte.

Der Täter sagte demnach, dass er sowieso schon wegen einer Vergewaltigung gesucht werde. Aus dem Kofferraum gelang es dem Mädchen, mit ihrem Handy einen Notruf an die Polizei abzusetzen. Danach verlor sich laut Polizei die Spur.

Im oberösterreichischen Grenzgebiet wurde das Mädchen dem APA-Bericht zufolge aus dem Kofferraum gezerrt und vergewaltigt. Am Bahnhof von Linz stieß der Täter sie später demnach aus dem Wagen. Er habe gedroht, sie umzubringen, wenn sie die Polizei einschalte.

Die Behörden fahnden nun nach dem silbernen Wagen, vermutlich mit Gmundener Kennzeichen. Der Täter ist nach den Beschreibungen der Jugendlichen etwa 26-28 Jahre alt, untersetzt, trägt einen Schnurr- und Kinnbart sowie einen leichten Drei-Tage-Bart. Er hat dunkelbraune Haare, trug ein rotes Sweatshirt, blaue Jeans und weiß-rote Turnschuhe. Er spricht demnach mit bayerischem Dialekt.

jjc/AFP/dpa/ddp

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