Einbruch in Grünes Gewölbe Polizei veröffentlicht Phantombild

Vor rund vier Monaten stahlen Unbekannte wertvolle Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe in Dresden. Die Polizei sucht nach mindestens sieben Personen, von einem Verdächtigen gibt es nun ein Phantombild.
Dieses Phantombild eines Verdächtigen gab die Polizei Dresden am Donnerstag heraus

Dieses Phantombild eines Verdächtigen gab die Polizei Dresden am Donnerstag heraus

Foto:

Staatsanwaltschaft Dresden

Rund vier Monate nach dem Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe in Dresden gehen die Ermittler inzwischen von mindestens sieben Tätern aus. Dies ergebe sich aus einer Fallanalyse des Landeskriminalamts Sachsen, aus Videoauswertungen sowie weiteren Ermittlungen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Dresden mit. Nach einem der Verdächtigen wird mit einem Phantombild  gefahndet.

Bei diesem Mann soll es sich um den mutmaßlichen Käufer des späteren Fluchtfahrzeugs handeln. Der etwa 25 Jahre alte Mann soll den Wagen, der nach dem Einbruch in Dresden in einer Tiefgarage in Brand gesetzt wurde, im August 2019 von einer Privatperson in Magdeburg gekauft haben. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass der Käufer im Zusammenhang mit dem späteren Einbruch steht.

Fotostrecke

Einbruch ins Grüne Gewölbe: Diese Juwelen haben die Diebe gestohlen

Foto: David Brandt/ Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Den Ermittlungen zufolge wurde der Einbruch wahrscheinlich längerfristig vorbereitet. Dafür spreche, dass das Täterfahrzeug vermutlich kurz vorher farblich verändert wurde. Im Zusammenhang mit dem Einbruch gingen bei der Sonderkommission "Epaulette" mittlerweile knapp 1300 Hinweise aus der Bevölkerung ein.

Ende November waren Einbrecher durch ein Fenster in das Grüne Gewölbe im Residenzschloss der sächsischen Hauptstadt eingedrungen. Ein von der Polizei veröffentlichtes Überwachungsvideo zeigt zwei Einbrecher, die mit Taschenlampen den dunklen Raum betreten. Einer von ihnen schlägt mit einer Axt auf eine Ausstellungsvitrine ein.

SPIEGEL ONLINE

Binnen Minuten stahlen die Diebe historischen Juwelenschmuck von großem Wert. Anschließend flohen sie mit einem Auto. Der Wert des Diebesguts sei nicht bezifferbar, sagte Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen. Für Hinweise auf die unbekannten Täter wurde eine Belohnung von einer halben Million Euro ausgesetzt.

kko/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.