Gütliche Einigung Bayern zahlt Justizopfer Gustl Mollath 600.000 Euro

Gustl Mollath war über Jahre zu Unrecht in einer Psychiatrie untergebracht - und klagte auf Schadensersatz. Nun haben sich das Justizopfer und der Freistaat gütlich geeinigt. Der 63-Jährige erhält 600.000 Euro.

600.000 Euro für Gustl Mollath
Peter Kneffel/ DPA

600.000 Euro für Gustl Mollath


Der Rechtsstreit zwischen dem Justizopfer Gustl Mollath und Bayern ist zu Ende. Man habe sich gütlich geeinigt, teilte das Landgericht München I mit. Der Freistaat zahlt dem 63-Jährigen demnach "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" 600.000 Euro.

Mollath war 2006 wegen angeblicher Gewalt gegen seine Ehefrau in die Psychiatrie eingewiesen worden - zu Unrecht, wie sich Jahre später in einem Wiederaufnahmeverfahren herausstellte. Bislang hatte er 70.000 Euro vom Freistaat Bayern bekommen.

Die strafrechtliche Auseinandersetzung war mit Mollaths Freispruch im Wiederaufnahmeverfahren 2014 beendet. Im März begann in München ein Prozess um Schadensersatz und Entschädigung aus Amtshaftung. Mollath hatte vom Freistaat Bayern ursprünglich insgesamt 1,8 Millionen Euro verlangt.

bbr



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