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23. Juli 2014, 14:39 Uhr

Prozess in Regensburg

Verteidiger von Mollath legen Mandat nieder

Die beiden Verteidiger von Gustl Mollath haben ihr Mandat niedergelegt. Dies erfolge auf Wunsch des Angeklagten, sagte Mollaths Anwalt Gerhard Strate.

Regensburg - Mollath hat offenbar das Vertrauen in seine Verteidiger verloren. Auf seinen Wunsch hin legten seine Verteidiger ihr Mandat nieder, sagte Mollaths Anwalt Gerhard Strate. Mollath habe bis zu 30 Beweisanträge stellen wollen, die aber von den Anwälten nicht eingebracht wurden.

Der 57-Jährige muss sich wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Sachbeschädigung verantworten. Er soll 2001 seine Frau misshandelt und eingesperrt haben. Zudem soll er Dutzende Autoreifen zerstochen haben, um sich an Menschen zu rächen, die an der Scheidung von seiner Frau beteiligt waren oder sich irgendwie gegen ihn gewandt hatten (lesen Sie hier die Hintergründe des Verfahrens).

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte Mollath 2006 wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen, aber in die Psychiatrie eingewiesen. Der Fall hatte eine Debatte über die Unterbringung in psychiatrischen Kliniken ausgelöst.

vks/dpa

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