Sachsen-Anhalt Jugendstrafen nach tödlicher Automatensprengung in Halle

Beim Versuch, einen Fahrkartenautomaten zu sprengen, starb ein 19-Jähriger in Halle. Nun hat ein Gericht seine beiden Komplizen verurteilt.

Gesprengter Fahrkartenautomat in Halle
DPA

Gesprengter Fahrkartenautomat in Halle


Rund sechs Monate nach dem Tod eines 19-Jährigen bei der Sprengung eines Fahrscheinautomaten in Halle an der Saale hat das Amtsgericht der Stadt die beiden Komplizen des Mannes schuldig gesprochen.

Gegen einen 20-Jährigen wurde eine dreijährige Jugendstrafe verhängt. Außerdem müsse er sich einer Drogentherapie unterziehen, hieß es. Ein 16-jähriger Mittäter erhielt eine Jugendstrafe von zwei Jahren, die noch zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Voraussetzung ist, dass er in den nächsten sechs Monaten Auflagen erfüllt. Dazu gehören 60 Arbeitsstunden und dass er seine schulische Ausbildung fortsetzt.

Die Angeklagten wurden der fahrlässigen Tötung und der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion schuldig gesprochen, der ältere noch im Falle eines zweiten Automaten.

Die beiden Angeklagten hatten gestanden, mit dem Gestorbenen im Oktober 2018 auf einem S-Bahnhof im Süden von Halle einen Fahrscheinautomaten gesprengt zu haben, um an Bargeld zu kommen. Sie flüchteten danach; einer von ihnen nahm die Geldkassette des Automaten mit. Ein Bahnmitarbeiter hatte den schwer verletzten 19-Jährigen schließlich gefunden, er starb später im Krankenhaus.

fek/dpa



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