Brandanschlag auf Kranfirma Polizei prüft mögliche Verbindung zum Hambacher Forst 

Unbekannte steckten einen Autokran in Brand. Die Polizei prüft ein Bekennerschreiben, das einen Zusammenhang mit den geplanten Rodungen im Hambacher Forst herstellt.

Überreste von Baumhäusern beim Hambacher Forst
DPA

Überreste von Baumhäusern beim Hambacher Forst


Nach einem Brandanschlag auf eine Düsseldorfer Kranfirma prüft die Polizei eine mögliche Verbindung zum Streit über den Hambacher Forst. Das Unternehmen hatte Maschinen für die umstrittenen Räumarbeiten in dem uralten Wald bereitgestellt.

Das letzte Baumhaus von Kohle- und Rodungsgegnern wurde am Dienstag geräumt. Der Energiekonzern RWE will im Hambacher Forst Bäume fällen, um Braunkohle abzubauen.

Der Brand war am frühen Morgen an einem Autokran entstanden. Am Tatort fand die Polizei nach eigenen Angaben selbst gebaute Brandvorrichtungen. Sie geht von Brandstiftung aus.

Laut Polizei wird die Echtheit eines Bekennerschreibens im Internet geprüft, in dem Unbekannte die Tat für sich reklamieren und einen Zusammenhang mit den geplanten Rodungen im Hambacher Forst herstellen.

Ein anderer Maschinenverleiher, der etwa Beleuchtungstürme für den Hambacher Forst geliefert hatte, zog nach einem Brand seine Maschinen zurück. Das Unternehmen berichtete im Internet von Bedrohungen seines Personals, beschmierten Gebäuden und beschädigtem Firmeneigentum.

pia/dpa



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