Explosion an Hamburger S-Bahnhof Haftbefehl gegen Tatverdächtigen erlassen

Nach der Explosion am S-Bahnhof Veddel hat die Polizei Haftbefehl gegen einen Mann erlassen. Unterdessen hat sich ein mutmaßlich bei der Detonation Geschädigter gemeldet.

S-Bahnhof Veddel
DPA

S-Bahnhof Veddel


Ein Amtsrichter hat zwei Tage nach der Explosion auf dem Hamburger S-Bahnhof Veddel Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen erlassen. Der 51-jährige Deutsche soll für die vermutlich mit einem illegalen Böller ausgelöste Detonation verantwortlich sein, teilte die Polizei mit.

Laut "Bild"-Zeitung und dem Internetportal "Harburg-aktuell" soll es sich bei dem Verdächtigen um einen ehemaligen Neonazi handeln, der im Jahr 1992 wegen Totschlags zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Er soll damals gemeinsam mit einem weiteren Mann einen Kapitän zusammengeschlagen und so schwer verletzt haben, dass dieser später starb.

Unterdessen wurde bekannt, dass es mindestens einen bei der Explosion Geschädigten geben soll. Am Montag meldete sich ein 68-Jähriger bei der Polizei in Winsen/Luhe. Er saß demnach in der am Bahnsteig stehenden S-Bahn und erlitt nach ersten Erkenntnissen ein Knalltrauma.

Nach der Explosion am Sonntagabend auf einem Bahnsteig war eine von mehreren Scheiben zu Bruch gegangen, die Wartende vor Wind und Wetter schützen sollen. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gab es nicht.

bbr/dpa



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