Polizeieinsatz in Hamburg Detonation an S-Bahnhof war wohl illegaler Böller

Eine Detonation auf dem Hamburger S-Bahnhof Veddel hat einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Ermittler vermuten, dass ein illegaler Böller hochging.

Ein Polizist untersucht den Tatort am S-Bahnhof Veddel
DPA

Ein Polizist untersucht den Tatort am S-Bahnhof Veddel


Die Explosion auf dem Hamburger S-Bahnhof Veddel ging wahrscheinlich von einem sogenannten Polenböller aus. "Das ist unser derzeitiger Ermittlungsstand", sagte ein Polizeisprecher. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es nicht.

Nach der Detonation am Sonntagabend war eine Scheibe zu Bruch gegangen, die Wartende vor Wind und Wetter schützen sollen. Verletzt wurde niemand.

Die Ermittler suchen noch nach dem Täter. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung hatte vor der Explosion ein Mann eine Plastiktüte auf dem Bahnsteig abgestellt. In der Nacht bestätigte die Polizei den Fund einer Plastiktüte mit Pyrotechnik durch Sprengstoffexperten (hier lesen Sie, was "Polenböller" sind).

Auf dem Bahnsteig fanden Ermittler auch mehrere Schrauben, wie eine Polizeisprecherin sagte. Ob diese dem Sprengsatz beigefügt waren, bei der Explosion der Scheiben durch die Luft geflogen waren oder womöglich schon vorher dort lagen, ist demnach noch unklar. Ermittler der Spurensicherung und des Staatsschutzes hätten die ganze Nacht hindurch am Tatort gearbeitet, sagte die Sprecherin. Mit Ergebnissen sei frühestens am Mittag zu rechnen.

Rund fünf Stunden nach der Explosion hielten die S-Bahnen wieder an der Station. Aus Sicherheitsgründen und um die Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen, hatte die Polizei den Bahnhof zuvor weiträumig abgesperrt.

jpz/mxw/dpa

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