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Prozess in Hamburg Falsche Polizisten zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt

Sie gaukeln Senioren vor, Einbrecher hätten es auf ihr Vermögen abgesehen. Dann verschwinden vermeintliche Polizisten mit Geld und Schmuck. Das Landgericht Hamburg hat in solch einem Fall drei Männer schuldig gesprochen.
Landgericht Hamburg

Landgericht Hamburg

Foto: Georg Wendt / picture alliance/dpa

Weil sie ältere Menschen als falsche Polizisten um viel Geld gebracht haben, sind drei Männer vor dem Landgericht Hamburg zu teils mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Das Gericht sprach am Dienstag Strafen in Höhe von zehn Monaten auf Bewährung, von zwei Jahren und fünf Monaten sowie von zwei Jahren und sechs Monaten aus.

Den Opfern wurde am Telefon von angeblichen Polizisten erzählt, ihr Geld und ihre Wertgegenstände seien aufgrund einer Einbrecherbande in Gefahr. »Zur Sicherheit« sollten sie Bares und Schmuck an die Polizei überreichen. So kamen in drei Fällen Summen von fast 460.000 Euro zusammen.

Die Angeklagten hatten das Geld entweder als falsche Polizisten abgeholt oder zumindest die Abholer gefahren. »Sie waren faktisch Teil dieser Betrugsmaschine«, sagte die Vorsitzende Richterin in ihrer Urteilsbegründung. Die drei Männer im Alter von 25, 26 und 27 Jahren sind wegen Betrugs und teils auch wegen Beihilfe und Amtsanmaßung verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

wit/dpa

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