Hamburg Zoll beschlagnahmt 400 Kilo Kokain

Der Zoll hat im Hamburger Hafen zwei große Ladungen Kokain abgefangen. Die Drogen waren jeweils in Schiffscontainern versteckt - und hätten einen Straßenverkaufswert von 84 Millionen Euro gehabt.

VW-Bus mit sichergestelltem Kokain
DPA

VW-Bus mit sichergestelltem Kokain


300 Kilogramm Kokain hat der Zoll Anfang November im Hamburger Hafen sichergestellt. Wie nun mitgeteilt wurde, entdeckten die Beamten die Drogen in einem Container aus der Dominikanischen Republik. Das Kokain war in Sporttaschen hinter einer großen Ladung Zahnseide versteckt. Der Zoll hatte bei einer Röntgenkontrolle verdächtige Strukturen in der Ladung festgestellt.

Wie auch erst jetzt bekannt wurde, hatte der Zoll bereits im September 100 Kilogramm hochreines Kokain aus dem Verkehr gezogen. Das Rauschgift entdeckten die Beamten den Angaben zufolge in einem per Schiffscontainer aus Brasilien importierten alten VW-Bus.

Die Schmuggler hatten einen doppelten Boden eingebaut, um das Kokain zu verstecken. Die Beamten fanden es bei einer Röntgenkontrolle. "Es macht den Anschein als würde den Drogenschmugglern die Kreativität für neue Versteckmöglichkeiten niemals ausgehen. Aber genau das macht den Beruf des Zöllners auch so spannend", sagte Michael Schrader, Leiter des Hauptzollamtes Hamburg-Hafen.

Mehrfach große Kokainlieferungen sichergestellt

Nach Angaben des Zolls wären die insgesamt 400 Kilogramm Kokain vor dem Verkauf an Konsumenten noch um das drei- bis fünffache gestreckt worden. Dies hätte einen Straßenverkaufswert von mindestens 84 Millionen Euro ergeben.

Zuletzt waren den Behörden in Hamburg mehrfach große Kokainsendungen in die Hände gefallen. Vor drei Wochen entdeckten Polizisten mehr als eine Tonne in einem Lastwagen auf dem Gelände einer Spedition. Wenige Tage davor hatte der Zoll rund 200 Kilo in einem mit Kaffee beladenen Schiffscontainer beschlagnahmt, der an ein Hamburger Unternehmen ging.

Im vorigen Jahr beschlagnahmte der Zoll in der Hansestadt bereits rund viereinhalb Tonnen Kokain. "Der Trend der Großsicherstellungen des Zolls in den Seehäfen setzt sich auch im Jahr 2018 auf hohem Niveau fort", erklärte René Matschke, Leiter des Zollfahndungsamtes Hamburg.

wit/dpa/AFP



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