Hamburger Gefahrengebiet Polizei überprüft Hunderte Bürger

Im sogenannten Hamburger Gefahrengebiet westlich der Alster haben die Kontrollen zugenommen. Die Polizei überprüfte am Wochenende mehr als 400 Personen und sprach Dutzende Aufenthaltsverbote aus.
Das Gefahrengebiet in Hamburg: 45 Menschen in Gewahrsam genommen

Das Gefahrengebiet in Hamburg: 45 Menschen in Gewahrsam genommen

Foto: Polizeipressestelle

Hamburg - Nach Angriffen auf die Polizei ist in Hamburg eine Gefahrenzone eingerichtet worden. Innerhalb ihrer Grenzen sind sogenannte verdachtsunabhängige Kontrollen erlaubt. Wie die Polizei mitteilte, wurden allein am Wochenende mehr als 400 Personen überprüft.

Dabei seien gut 90 Aufenthaltsverbote ausgesprochen und acht Platzverweise erteilt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Auch eine Festnahme habe es gegeben.

45 Menschen seien in Gewahrsam genommen worden, 44 davon am Sonntagabend. Sie gehörten zu etwa 300 Aktivisten, die sich über das Internet zu einem "Spaziergang durch das Gefahrengebiet" verabredet hatten, um gegen die Maßnahme der Polizei in zentralen Stadtteilen der Hansestadt zu protestieren.

In den vergangenen Wochen war es im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen um die Rote Flora im Schanzenviertel, aber auch vor der Davidwache auf der Reeperbahn zu Angriffen auf Polizisten gekommen.

ala/dpa