Gewalttäter von Hameln Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen versuchten Mordes

Nurettin B. hat nach SPIEGEL-Informationen in einer Vernehmung zugegeben, seine Ex-Partnerin an einem Seil hinter dem Auto hergeschleift zu haben. Dafür soll er sich wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.

Blumen und Plakate am Tatort in Hameln (Archivfoto)
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Blumen und Plakate am Tatort in Hameln (Archivfoto)

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Die Staatsanwaltschaft Hannover hat Anklage wegen versuchten Mordes gegen Nurettin B. erhoben. Dem 39-jährigen Deutschkurden wird vorgeworfen, seine ehemalige Lebensgefährtin am 20. November 2016 in Hameln niedergestochen zu haben; anschließend soll er ihr ein Seil um den Hals gelegt und sie an der Anhängerkupplung seines Autos durch die Straßen geschleift haben.

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Wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, räumte Nurettin B. in einer ersten Vernehmung die Tat ein. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.) "Ich war's! Ich war's", sagte er der Polizei. Das Fass sei übergelaufen, er habe unter Druck gestanden.

Der Bluttat waren eine Reihe teils gewalttätiger Auseinandersetzungen vorausgegangen. Es ging um Unterhaltsforderungen, Sorgerecht und teuren Goldschmuck. Gegen den mutmaßlichen Täter liefen sieben Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen "gefährlicher Körperverletzung" im Jahr 2009. Nurettin B. war zur Tatzeit aber nicht vorbestraft.

Das Opfer Kader K. überlebte nur knapp. Inzwischen ist die Frau körperlich weitgehend genesen, bekannte aber gegenüber einem Gutachter, es falle ihr schwer einzuschlafen. Um sich abzulenken, sehe sie fern, bis drei, vier Uhr in der Früh, dann kämen die Träume, so sagte sie es dem Psychiater. Wie in einem Film sehe sie den Tatablauf vor ihren Augen. Der Gutachter erklärte sie für vernehmungsfähig.

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