Handgranaten-Wurf Ein Toter und acht Verletzte bei Anschlag in Bangkok

Attentäter haben in der thailändischen Hauptstadt eine Handgranate auf einen Minibus geworfen. Bei dem Anschlag wurde ein Mensch getötet, acht weitere wurden verletzt. Die Hintergründe sind noch völlig unklar.


Bangkok - Nach Polizeiangaben ereignete sich die Explosion am Montag in einem Vorort der thailändischen Hauptstadt. Die Hintergründe waren zunächst unklar. "Wir wissen nicht, ob es sich um eine Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen handelt oder um etwas anderes", sagte der Polizeichef des Bezirks Min Buri. Die Ermittler würden nun auf die Erkenntnisse der Sprengstoff-Experten warten. Bei dem Anschlag kam ein Mensch ums Leben, acht weitere wurden verletzt.

In den vergangenen Monaten war es in Bangkok immer wieder zu Anschlägen gekommen. Nach einer Explosion mit vier Toten Anfang Oktober beschuldigte die thailändische Regierung die oppositionellen Rothemden, deren Anhänger Bangkok im Frühjahr mit Massendemonstrationen lahmgelegt hatten.

Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Armee waren insgesamt 91 Menschen ums Leben gekommen, die Regierung hatte den Notstand ausgerufen. Die vor allem von der ärmeren Landbevölkerung im Norden Thailands unterstützten Rothemden weisen jede Beteiligung an den jüngsten Anschlägen zurück und werfen den Behörden vor, mit den Beschuldigungen ein hartes Vorgehen gegen die Opposition rechtfertigen zu wollen.

han/AFP



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