Flughafen Hannover Mann soll Drohne auf Flugzeug gesteuert haben

Am Flughafen Hannover hat es einen Zwischenfall mit einer Drohne gegeben. Ein Mann soll das Gerät gezielt auf ein Flugzeug gelenkt haben - wenig später durchsuchten Polizisten seine Wohnung.

Drohne (Symbolbild)
DPA

Drohne (Symbolbild)


Am Flughafen Hannover-Langenhagen soll ein Mann eine Drohne auf eine landende Maschine zugesteuert haben. Wie die Polizei mitteilte, sei das Flugzeug aber trotz des Zwischenfalls sicher gelandet. Zeuginnen hätten den Mann am Mittwoch beobachtet, als er eine etwa drei Meter über dem Boden schwebende Drohne nach oben in Richtung des Flugzeugs steuerte.

Nach der Landung der Maschine seien der Mann und mehrere Begleiter aufgebrochen. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und identifizierte den Drohnenbesitzer schließlich über dessen Autokennzeichen.

Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung hätten die Beamten dann zwei Drohnen und Speichermedien sichergestellt. Die Auswertung laufe noch. Der Verdächtige machte gegenüber der Polizei bislang keine Angaben, hieß es.

Nach einer bundesweiten Verordnung müssen Drohnen einen Mindestabstand von 1,5 Kilometern zu Flughäfen einhalten. In der Kontrollzone des Hannoveraner Flughafens dürfen Drohnen unter bestimmten Auflagen der Deutschen Flugsicherung bis zu einer Flughöhe von 50 Metern aufsteigen. Üblicherweise dürfen Drohnen bis 100 Meter in die Höhe steigen.

In Großbritannien und Dubai hatten Drohnen zuletzt teils stundenlang den Flugverkehr lahmgelegt. Am Londoner Flughafen Gatwick war es im Dezember zu tagelangen Störungen gekommen. Rund tausend Flüge fielen aus, etwa 140.000 Passagiere waren betroffen.

fek/dpa



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