Weinstein-Auftrag Israelische Sicherheitsfirma bittet um Entschuldigung

Harvey Weinstein soll Privatermittler auf seine mutmaßlichen Opfer angesetzt haben. Jetzt hat sich eine der Sicherheitsfirmen für ihr Vorgehen entschuldigt.

Harvey Weinstein
imago/ Pacific Press Agency

Harvey Weinstein


Eine der Sicherheitsfirmen, die von Harvey Weinstein angeheuert wurde, um Informationen über seine mutmaßlichen Opfer zu sammeln, hat sich nun dafür entschuldigt. "Als wir den Job angenommen haben, hatten wir keine Ahnung, dass es darum ging", sagte Ascher Tischler, Vorstandsmitglied der Firma Black Cube in Tel Aviv, dem israelischen Fernsehsender Channel 2. "Wir entschuldigen uns bei allen, die dabei verletzt wurden."

Eine Mitarbeiterin von Black Cube soll sich unter falschem Namen mit Rose McGowan getroffen haben. Die Privatermittlerin habe sich als Frauenrechtlerin ausgegeben und mindestens vier Treffen mit der Schauspielerin verdeckt mitgeschnitten, hieß es in einem Bericht des Magazins "The New Yorker". McGowan, die unter anderem in "Death Proof - Todsicher" mitgespielt hat, wirft Weinstein vor, sie vergewaltigt zu haben.

Black Cube werde die umgerechnet rund 1,1 Millionen Euro Honorar von Weinstein an Frauenrechtsorganisationen spenden, sagte Tischler in dem Interview.

Weinstein hatte die Kontaktdaten von Black Cube vom ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak erhalten. Weinstein sei auf Barak zugekommen, weil er von einer israelischen Sicherheitsfirma gehört habe, die ihm bei "Geschäftsangelegenheiten" helfen könne, teilte eine Sprecherin des Ex-Regierungschefs mit.

Dutzende Frauen werfen Weinstein sexuelle Belästigungen bis hin zur Vergewaltigung vor. Weinstein streitet nicht einvernehmlichen Sex ab.

bbr/dpa



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