Fehde in Heidenheim Rocker wegen tödlicher Schüsse zu 13 Jahren Haft verurteilt

Mehrere Schüsse, ein Toter, ein Schwerverletzter: In Heidenheim eskalierte im vergangenen April ein Streit zwischen Rockerbanden. Nun hat ein Gericht den Schützen zu einer langen Haftstrafe verurteilt.

Tatort in Heidenheim (im April 2016)
DPA

Tatort in Heidenheim (im April 2016)


Im Prozess um tödliche Schüsse im schwäbischen Heidenheim ist der angeklagte Rocker wegen Totschlags und versuchten Totschlags zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Für die von der Staatsanwaltschaft geforderte Verurteilung wegen Mordes und versuchten Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe seien die Beweise nicht hinreichend gewesen, sagte der Vorsitzende Richter am Landgericht Ellwangen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 26 Jahre alte Vizechef der Heidenheimer Rockergang "Black Jackets" den 29 Jahre alten Vizechef der Ulmer "United Tribunes" im vergangenen April erschossen und dessen 25-jährigen Bruder schwer verletzt hatte. Die Angabe des Angeklagten, er habe in Notwehr gehandelt, wies der Richter als unglaubwürdig zurück.

Die "Black Jackets" lagen den Ermittlern zufolge seit Längerem im Streit mit den "United Tribunes". Vor einem Friseurladen in der Innenstadt kam es zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf der jetzt Verurteilte unvermittelt eine Waffe zog. Er schoss dem 29-Jährigen dreimal in den Oberkörper, dem 25-Jährigen in den Bauch.

Az.: 1 Ks 41 Js 5859

mxw/dpa



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