"Eine Kultur der Gewalt" Niederländisches Gericht verbietet Hells Angels

Die Organisation sei eine Gefahr für die Gesellschaft: In den Niederlanden hat ein Gericht die Hells Angels verboten. Die Anwälte des Rockerklubs wollen Berufung einlegen.

Mitglieder der Hells Angels in den Niederlanden (Archivbild)
AFP

Mitglieder der Hells Angels in den Niederlanden (Archivbild)


Der Rockerklub Hells Angels soll laut einem Gerichtsurteil in den Niederlanden verboten werden. Er verstoße gegen die öffentliche Ordnung und sei eine Gefahr für die Gesellschaft, urteilte ein Zivilgericht in Utrecht.

Die Staatsanwaltschaft hatte das Verbot wegen zahlreicher Verbrechen und Gewalttaten von Mitgliedern des Klubs beantragt. In der Organisation herrsche "eine Kultur von Gewalt", teilten die Richter mit. Davor müsse die Gesellschaft geschützt werden.

Das Verbot gilt nicht nur für die niederländischen Ableger des Klubs. Auch die weltweite Organisation darf dem Urteil zufolge nicht mehr in den Niederlanden aktiv sein. "Die Organisation Hells Angels ist eine Gefahr für die öffentliche Ordnung", urteilte das Gericht.

Die Anwälte der Hells Angels wollen nach Prüfung des Urteils Berufung einlegen. Vor rund zehn Jahren war die Staatsanwaltschaft noch mit einem ähnlichen Verbotsantrag vor Gericht gescheitert. In Deutschland gibt es bislang noch kein bundesweites Verbot. Seit 1983 sind jedoch eine Reihe ihrer Ortsklubs, sogenannter Charter, in der Bundesrepublik verboten worden.

bam/dpa



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