Herzogin Meghan soll symbolische Entschädigung erhalten Ein Pfund für die Verletzung der Privatsphäre

Weil Boulevardzeitungen die Privatsphäre von Herzogin Meghan verletzten, stünden ihr eigentlich um die 100.000 Pfund zu. Doch in diesem Fall soll die Entschädigung einem Medienbericht zufolge deutlich geringer ausfallen.
Herzogin Meghan (Archivbild): Ein Pfund Entschädigung

Herzogin Meghan (Archivbild): Ein Pfund Entschädigung

Foto: Mark Large; Daily Mail / dpa

Herzogin Meghan soll nach ihrem gewonnenen Rechtsstreit gegen die »Mail on Sunday« eine Entschädigung von einem symbolischen Pfund (umgerechnet rund 1,20 Euro) erhalten. Das berichtet der »Guardian«  unter Berufung auf Gerichtsdokumente.

Meghan hatte gegen den Verlag der Boulevardzeitung – die Zeitungsgruppe Associated Newspapers – geklagt, weil diese einen persönlichen Brief an ihren Vater teilweise veröffentlicht hatte. Das Gericht hatte einen unzulässigen Eingriff in ihre Privatsphäre erkannt und Meghan recht gegeben.

»Normalerweise würde man für einen solchen Eingriff in die Privatsphäre 75.000 bis 125.000 Pfund erwarten«, sagte der Medienanwalt Mark Stephens dem »Guardian«. Das entspräche etwa 90.000 bis 150.000 Euro.

Für den Verlag könnte es teurer werden

Teurer sein dürfte für den Verlag dagegen die Niederlage im Fall um die Verletzung von Meghans Urheberrecht durch die Veröffentlichung des Briefes. Außerdem muss die Zeitung dem Bericht zufolge einen Teil von Meghans Gerichtskosten tragen, die mehr als eine Million Pfund betragen könnten.

Herzogin Meghan hatte bereits zuvor betont, es gehe ihr bei dem Rechtsstreit nicht um Geld, sondern um Prinzipien. Jegliche Summen, die Meghan aus dem Verfahren zugutekämen, sollten laut einem Sprecher gespendet werden.

Zeitungen gestehen Niederlage ein

Am zweiten Weihnachtstag hatten die »Mail on Sunday« und die »MailOnline« ihre Niederlage gegen Meghan in einer offiziellen Erklärung anerkannt. Es war Teil der Auflagen, eine solche Erklärung im Blatt und online zu veröffentlichen.

Meghan hat zu ihrem Vater ein schwieriges Verhältnis. In dem Brief von 2018 hatte sie ihn gebeten, nicht mehr mit Boulevardzeitungen zu sprechen und in Interviews keine falschen Behauptungen über sie aufzustellen. Der inzwischen 77 Jahre alte Rentner hatte das Schreiben an die Journalisten der »Mail on Sunday« weitergegeben.

Herzogin Meghan und Prinz Harry hatten im Mai 2018 geheiratet. Im März 2020 zog sich das Paar offiziell aus der ersten Reihe des britischen Königshauses zurück. Inzwischen lebt die Familie hauptsächlich in Meghans Heimat Kalifornien.

ptz/dpa