Hessen Autofahrer liefert sich Rennen auf Autobahn - mit Zivilstreife

Mit 190 km/h raste ein Autofahrer über die A66 in Hessen - erlaubt waren nur 100 km/h. Für ein auffälliges Überholmanöver suchte er sich ausgerechnet eine Zivilstreife der Autobahnpolizei aus.
Auf der A66 verfolgte die Autobahnpolizei einen Raser (Archivbild)

Auf der A66 verfolgte die Autobahnpolizei einen Raser (Archivbild)

Foto: Martin Dziadek / Die Videomanufaktur / IMAGO

Als Kontrahenten für ein illegales Rennen auf der A66 in Hessen hat sich ein Mann ausgerechnet einen Zivilwagen der Autobahnpolizei ausgesucht. Der 39-Jährige habe die Streife in Richtung Rüdesheim mit einer "auffälligen Fahrweise" überholt, wie die Polizei in Wiesbaden mitteilte. Die Beamten nahmen daraufhin die Verfolgung auf.

Der Fahrer erhöhte mit seinem BMW 7er stetig die Geschwindigkeit und fuhr nah auf andere Fahrzeuge auf. "Bei seiner Fahrt beschleunigte der Mann auf über 190 bei erlaubten 100 Stundenkilometern und fuhr dann mit hoher Geschwindigkeit und quietschenden Reifen von der A66 auf die Tangente zur A643 in Fahrtrichtung Wiesbaden", berichtete die Polizei.

Der Streife gelang es, das Auto mit Sondersignalen zu überholen und auf einem Parkplatz im Stadtgebiet Wiesbaden zu stoppen. Der 39-Jährige habe sich uneinsichtig und unkooperativ verhalten, erklärte die Polizei. Auto und Führerschein wurden beschlagnahmt. Den Mann erwartet ein Strafverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Die Polizei sucht dafür noch nach Zeugen.

hba/dpa

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