Hessen Mann erschlägt Ehefrau mit Hammer

Ein Mann aus Frankfurt am Main hat sich der Polizei gestellt, weil er seine schlafende Ehefrau mit einem Hammer erschlagen hat. Die Beamten fanden das Opfer tot in der Wohnung des Paares. Was den Mann zu der Bluttat getrieben hat, ist bislang ein völliges Rätsel.


Frankfurt am Main - Der Pförtner Detlef H. stellte sich heute Morgen auf der Bahnpolizeiwache im Mainzer Hauptbahnhof, teilte die Frankfurter Polizei mit. Kripo-Beamte fanden die 49-jährige Irmgard H. tot auf - sie hatte massive Kopfverletzungen erlitten. Neben dem Bett lag ein blutverschmierter Hammer.

Die Polizei ermittelt nun gegen Detlef H. wegen heimtückischen Mordes, weil das Opfer geschlafen hatte. Allerdings hatten Zeugen Frauenschreie im betreffenden Haus gehört, ohne zu reagieren, sagte ein Polizeisprecher. Der 49-Jährige nannte bei der Vernehmung kein Motiv für das Verbrechen. Nach dem Aufstehen gegen 5.30 Uhr habe er spontan beschlossen, seine Frau mit einem Hammer zu töten. Nach der Tat habe er Geld aus der Wohnung mitgenommen und sei mit einem Taxi nach Mainz gefahren. Am Mainzer Bahnhof habe er sich entschlossen, sich zu stellen.

Die Polizei stieß auch bei den Ermittlungen nicht auf ein mögliches Motiv. "Im Gegenteil", sagte der Sprecher. Verwandte hätten berichtet, sie seien gestern Abend bei dem Ehepaar zu Besuch gewesen. Man habe einen netten, zwanglosen Abend verbracht; Irmgard und Detlef H. hätten harmonisch gewirkt. Nach den bisherigen Ermittlungen neigte der Ehemann nicht zu Gewalttätigkeiten. Das Ehepaar wohnte erst wenige Tage in dem Mehrfamilienhaus im Frankfurter Stadtteil Riederwald. Irmgard und Detlef H. seien gebürtige Frankfurter. Der Mann arbeitete bei einer großen Firma als Pförtner. Er soll morgen dem Haftrichter vorgeführt werden.



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