NRW Sechs Verletzte bei Massenschlägerei in Kreisliga

Betreuer, Spieler, Zuschauer - alle sollen sich geprügelt haben: Ein Fußballspiel der Kreisliga in NRW ist nach Polizeiangaben eskaliert. Ein Torhüter sei bewusstlos geschlagen worden.

Nordrhein-westfälische Fußballer der Kreisliga C haben einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Wie die Beamten mitteilten , sei man wegen einer "Tumultlage" in Hilden mit "starken Kräften" angerückt. Ein Mensch sei schwer, sechs weitere leicht verletzt worden.

Zu dem Vorfall kam es demnach am Donnerstagabend, als in Hilden die zweiten Mannschaften des AC Italia Hilden und des Düsseldorfer SFD Süd gegeneinander antraten. In der zweiten Halbzeit sei die Stimmung aggressiver geworden.

Das sei vor allem durch das Verhalten eines Mitglieds des Trainerteams des SFD verstärkt worden. Der Betreuer habe das Spiel immer wieder gestört und dabei die Coachingzone verlassen.

Der Schiedsrichter habe das Spiel deshalb schließlich abgebrochen. Mehrere Spieler des SFD hätten ihn bedroht und beleidigt, er habe sich deshalb in die Kabine zurückgezogen.

Anschließend hätten einige Betreuer und Fans das Spielfeld gestürmt und angefangen, sich zu prügeln. Dabei soll der Torhüter des AC Italia von sechs oder mehr SFD-Spielern umkreist und niedergeschlagen worden sein.

Als er am Boden lag, sollen sie ihm zwei Düsseldorfer gegen den Kopf getreten haben. Der 23-Jährige habe kurzzeitig das Bewusstsein verloren und sei mit einer schweren Gesichtsverletzung ins Krankenhaus gekommen. Er habe die Klinik nach einer ambulanten Behandlung bereits wieder verlassen.

Sechs Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung

Sechs Personen seien leicht verletzt worden, darunter vier Hildener Spieler und zwei aus Düsseldorf. Die Polizei eskortierte die Gastmannschaft von der Sportanlage, erteilte Platzverweise und leitete gegen die sechs mutmaßlichen Torwart-Angreifer ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Die Angaben der Polizei beruhen vor allem auf Aussagen der Heimmannschaft. Die Gäste aus Düsseldorf hätten sich beim Eintreffen der Beamten bereits in der Kabine befunden und gaben laut Polizei an, keinerlei Angaben zu den Vorfällen auf dem Platz machen zu können.

jpz/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.