Riskante Manöver Fahrer verkeilt Auto in Waschanlage - und geht 

Wenn Autofahrer sich unter Zeitdruck wähnen, neigen sie offenbar zu verantwortungslosem Verhalten. Zwei besonders krasse Beispiele vom Wochenende.

Gefangen in der Waschanlage (Symbolbild): Einfach mal gehen
DPA

Gefangen in der Waschanlage (Symbolbild): Einfach mal gehen


Bei zwei Männern hat am Wochenende Eile zu Kurzschlusshandlungen geführt - in einem Fall zu einer sehr risikoreichen, in beiden wurde es teuer.

Am Samstagvormittag fuhr in Hillesheim bei Koblenz ein Autofahrer in die Waschanlage einer Tankstelle. Dabei verkeilte er das Fahrzeug derartig, dass er es nicht mehr herausbekam, ohne entweder die Anlage oder sein Auto zu beschädigen.

Beides schien dem 70-Jährigen wohl gleich unattraktiv - zumal der Mann es eilig hatte: Er wollte in der Nähe einen für ihn dringenden privaten Termin wahrnehmen, wie die Polizei berichtete.

Kurz mal zum privaten Termin

Kurzerhand bestellte er ein Taxi und ließ sein Auto vor den Augen der verdutzten Tankstellenmitarbeiter einfach stehen. Er ging wohl davon aus, dass sich unterdessen jemand des Problems annimmt. Daher schickte er den Taxifahrer mit dem Autoschlüssel zurück zur Tankstelle - der gab den Schlüssel dort ab.

"Erst nach neun Stunden kommt der Fahrer zurück zu seinem Pkw, der immer noch verkeilt in der Waschanlage festhängt", heißt es im Polizeibericht. Die Anlage sei die ganze Zeit über komplett lahmgelegt gewesen.

Erst versuchte der Mann noch, an der Waschanlage herumzuschrauben, um das Auto frei zu bekommen - schließlich rief er aber einen Abschleppwagen, der das Auto befreite. "Auf den Mann werden erhebliche Folgekosten zukommen", teilte die Polizei mit.

Polizei: "Den Sinn der Rettungsgasse nicht ganz verstanden"

Ebenfalls unter Zeitdruck sah sich ein Autofahrer im Stau auf der A92. Bei Moosburg in Oberbayern habe er auf der Autobahn einfach umgedreht und sei durch die Rettungsgasse zurückgefahren, teilte die Polizei mit. Dabei sei er beinahe mit einem Polizeiauto zusammengeprallt.

Der 58-Jährige wollte laut der Polizei seinen Flug nicht verpassen und versucht darum, an der zurückliegenden Anschlussstelle die Autobahn zu verlassen. Er habe "den Sinn der Rettungsgasse wohl nicht ganz verstanden", teilte die Polizei mit. Darum muss er nun mit einem Bußgeld von 700 Euro und einem Fahrverbot rechnen.

abl/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.