US-Bundesstaat Missouri Raubmörder mit Giftinjektion hingerichtet

Bis zuletzt kämpften seine Anwälte um einen Aufschub: Im US-Bundesstaat Missouri ist am Mittwochabend der 56-jährige Herbert Mulls per Giftinjektion hingerichtet worden. Der Mann hatte 1991 in St. Louis einen Juwelier überfallen und ermordet.

Todeskandidat Herbert Smulls im Gefängnis: Injektion mit Pentobarbital
REUTERS/Missouri Department of Corrections

Todeskandidat Herbert Smulls im Gefängnis: Injektion mit Pentobarbital


Bonne Terre - Im US-Bundesstaat Missouri ist ein verurteilter Mörder mit einer tödlichen Giftinjektion hingerichtet worden. Nach Behördenangaben wurde 56-jährige Herbert Smulls im Staatsgefängnis von Bonne Terre um 22:20 Uhr (Ortszeit) für tot erklärt.

Zum Tode verurteilt worden war Smulls für den Mord an einem Juwelier aus St. Louis, den er gemeinsam mit einem Komplizen im Juli 1991 überfallen hatte. Bis zuletzt versuchten Smulls' Anwälte, mit juristischen Mitteln eine Vollstreckung des Urteils zu verhindern. Dabei ging es vor allem um die unklare Herkunft des für die Exekution eingesetzten Gifts Pentobarbital.

Zuletzt war die Todesstrafe in vielen US-Bundesstaaten in die Kritik geraten. Geführt hatten dazu unter anderem Pannen wie bei der Hinrichtung eines Mörders im Staat Ohio: Die Henker hatten dem Mann eine noch nie getestete Kombination aus Beruhigungs- und Schmerzmitteln injiziert; in der Folge zog sich sein Todeskampf über mehrere Minuten hin.

rls/AP



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