Entschädigung nach Straftaten Regierung will Rechte von Hinterbliebenen stärken

Angehörige von Menschen, die durch einen fremd verschuldeten Unfall oder eine Straftat ums Leben gekommen sind, können bisher kaum auf Entschädigungen hoffen. Nach SPIEGEL-Informationen will die Große Koalition dies nun ändern.
Denkmal für die Germanwings-Opfer

Denkmal für die Germanwings-Opfer

Foto: BHORVAT/ AFP

Die Große Koalition hat sich auf einen Gesetzesentwurf geeinigt, der erstmals in Deutschland einen Anspruch auf ein sogenanntes Hinterbliebenengeld schaffen soll.

Für nahe Angehörige von Menschen, die durch eine Straftat oder einen fremd verschuldeten Unfall ums Leben gekommen sind, war es bislang kaum möglich, Entschädigungszahlungen für ihr seelisches Leid zu verlangen. Angehörige bekommen nur dann Schmerzensgeld, wenn sie durch ihre Trauer krank werden. Darüber hinaus können sie etwa Unterhaltszahlungen erstattet bekommen.

Anders als in anderen Ländern sind Angehörige, wie nach dem Germanwings-Absturz im März 2015, hierzulande auf die Kulanz der für den Unglücksfall Verantwortlichen angewiesen. "Hinterbliebene müssen auf klarer Rechtsgrundlage schnell entschädigt werden", sagt SPD-Rechtspolitiker Johannes Fechner.

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