Königsdorf Doppelmord in Oberbayern - Verdächtiger gefasst 

Ein brutaler Doppelmord erschütterte an Fasching das bayerische Königsdorf. Nun hat die Polizei einen der mutmaßlichen Mörder festgenommen - einer der Täter soll aber noch immer auf der Flucht sein.

Polizeieinsatz in Höfen (Ende Februar)
DPA

Polizeieinsatz in Höfen (Ende Februar)


Rund drei Wochen nach einem Doppelmord im oberbayerischen Höfen bei Königsdorf haben Ermittler einen zweiten Tatverdächtigen in Polen festgenommen. Das teilte die Polizei in Rosenheim mit. Es handele sich um einen 32-jährigen Mann, der von den Behörden zunächst als Zeuge gesucht worden war. Zahlreiche Indizien sprächen inzwischen dafür, dass er direkt an der Tat beteiligt gewesen sein könnte.

Weiterhin mit einem internationalen Haftbefehl gesucht wird nach einem dringend tatverdächtigen 43-jährigen Polen. Die Polizei vermutet den polizeibekannten Mann ebenfalls in seinem Heimatland, eine Belohnung von 10.000 Euro wurde ausgesetzt. Die Polizei warnte davor, der Gesuchte sei möglicherweise bewaffnet und gefährlich.

Die Schwester des 43-Jährigen sitzt wegen Verdachts der Beihilfe zum zweifachen Mord und versuchten Mordes bereits in Untersuchungshaft. Sie hatte zeitweise als Pflegerin in dem Haus im bayerischen Höfen gearbeitet.

Dort waren am Faschingswochenende zwei Leichen und eine schwer verletzte Frau in einem Haus entdeckt worden. Bei den Getöteten handelt es sich um einen 81 Jahre alten Mann aus Nordrhein-Westfalen und eine 76 Jahre alte Frau aus Hessen. Die Verletzte ist die 76-jährige Besitzerin des Hauses, sie war zuletzt noch nicht vernehmungsfähig.

mxw/dpa



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