Höxter Cannabisplantage im "Horrorhaus" - sechs Verdächtige verhaftet

Im westfälischen Höxter soll ein Ehepaar Frauen massiv misshandelt haben, im selben Haus hob die Polizei später eine Cannabisplantage aus. Nun hat ein Richter ein halbes Dutzend Haftbefehle erlassen.

"Horrorhaus" in Höxter
DPA

"Horrorhaus" in Höxter


Eine Bande soll im großen Stil Cannabis im sogenannten Horrorhaus in Höxter angebaut haben - jetzt sitzen sechs Verdächtige in Untersuchungshaft. Bei einer Razzia hatten Polizisten am Mittwoch zwölf Menschen festgenommen und mehr als tausend Cannabispflanzen beschlagnahmt.

Ein Richter erließ nun Haftbefehle gegen die sechs mutmaßlichen Bandenmitglieder. Darunter sind der mutmaßliche Kopf der Gruppe, ein 42-jähriger Mann, sowie der 50-jährige neue Eigentümer des Hauses.

Die übrigen Festgenommen kamen wieder frei, nachdem sie vernommen wurden. Bei ihnen handelte es sich laut den Ermittlern lediglich um "Erntehelfer". Sie seien in den Niederlanden, Polen und der Ukraine von der Bande angeworben worden.

Das "Horrorhaus" in der nordrhein-westfälischen Stadt wurde deutschlandweit bekannt, weil ein Ehepaar dort zwei Frauen gefangen gehalten und derart misshandelt haben soll, dass sie starben. Der Prozess gegen das inzwischen geschiedene Paar läuft derzeit vor dem Landgericht Paderborn. Medienberichten zufolge wurde das Gebäude Anfang des Jahres verkauft.

bbr/AFP

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