Höxter-Prozess Angeklagter unterbricht seine Aussage

Überraschend hat der Angeklagte im Prozess um die tödlichen Misshandlungen in Höxter seine Aussage abgebrochen. Die Anwesenheit seiner Ex-Frau mache ihm zu schaffen.

Der Angeklagte Wilfried W.
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Der Angeklagte Wilfried W.


Der Angeklagte im Prozess um die tödlichen Misshandlungen im "Horror-Haus" von Höxter hat unerwartet seine Aussage abgebrochen. In einem Brief habe Wilfried W. kurzfristig mitgeteilt, er sehe sich zurzeit nicht in der Lage, in der Öffentlichkeit Rede und Antwort zu stehen, sagte der Vorsitzende Richter des Landgerichts Paderborn.

Bevor der unter Mordverdacht stehende Angeklagte seine Aussage möglicherweise fortsetze, wolle er ausführlich mit dem psychiatrischen Gutachter sprechen, der ihn seit einiger Zeit untersuche. Das erläuterte der Verteidiger des Mannes. Sein Mandant sehe sich "hoffnungslos überfordert" durch die Anwesenheit der mitangeklagten Ex-Frau.

Das Duo muss sich seit Oktober 2016 wegen zweifachen Mordes durch Unterlassen verantworten. Über Jahre hinweg sollen die beiden mehrere Frauen in ihr Haus nach Höxter gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen starben infolge der Quälereien.

Im Sadistenhaus von Höxter

An den beiden vorangegangenen Verhandlungstagen hatte der 47-jährige Angeklagte bereitwillig zu seinem Leben und dem seiner Schilderung zufolge schwierigen Verhältnis zur mitangeklagten Angelika W. ausgesagt. Dabei stellte er sich als Mitläufer bei den Gewalttätigkeiten seiner Ex-Frau dar. Sie wiederum behauptet, er habe sie manipuliert. Anders als vorgesehen sollen nun in der kommenden Woche weitere Zeugen aussagen.

brt/dpa

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