Homburg im Saarland 38-Jährige soll Baby aus Klinik entführt haben

Sie soll sich mit einem Kittel verkleidet haben: Die saarländische Polizei wirft einer Frau vor, ein Baby entführt zu haben. In der Wohnung der Verdächtigen fanden die Beamten das Kind – und Wildschweine.
In einer Klinik in Homburg wurde eine Säugling entführt (Symbolbild)

In einer Klinik in Homburg wurde eine Säugling entführt (Symbolbild)

Foto: Fabian Strauch / dpa

Im Saarland ermittelt die Polizei gegen eine 38 Jahre alte Frau, die ein Neugeborenes entführt haben soll. Die Verdächtige befindet sich laut einer Polizeisprecherin in Untersuchungshaft.

Die 38-Jährige soll am Mittwoch die Kinderklinik in Homburg betreten haben. Sie gab sich laut Polizei als Mitarbeiterin aus, dafür soll sie sich einen Kittel übergezogen haben. Sie soll dann einen wenige Tage alten Jungen aus dem Zimmer seiner Mutter entführt haben.

Das Kind war nach ersten Angaben der Polizei am Vormittag aus dem Zimmer verschwunden. Die Polizei überprüfte Personen, die das Haus am Tattag betreten hatten. Dabei stießen sie nach eigenen Angaben auf die Verdächtige.

Wildtiere im Haus

Am Donnerstag, einen Tag später, durchsuchten Beamte die Wohnung der Frau und fanden das Kind. Die 38-Jährige und ihr 51 Jahre alter Lebensgefährte wurden festgenommen. Der Mann ist wieder frei.

Kurz vor der Festnahme habe sich die Verdächtige selbst verletzt und sei deshalb im Krankenhaus behandelt worden. Ihre drei Kinder zwischen vier und 14 Jahren nahm das Jugendamt in Obhut. Außerdem habe man »einige Tiere«, darunter auch »Wildtiere« unterbringen lassen.

Dabei handelt es sich um eine Bache mit Frischlingen, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Die Wildschweine seien im Keller in einem Verschlag gehalten worden.

Die Frau schweigt laut Polizei bisher zum Tatmotiv.

jpz/dpa
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