Horn von Afrika Piraten verwechseln Kriegsschiff mit Frachter

Ein Angriffsversuch auf ein Schiff vor der Küste Ostafrikas ist gescheitert. Statt eines Frachters hatten sich Piraten versehentlich ein spanisches Kriegsschiff als Ziel ausgesucht. Im Feuer der Soldaten starb offenbar ein Angreifer, fünf weitere wurden verletzt.
Kriegsschiff Patiño: Gut gerüstet gegen Piraten

Kriegsschiff Patiño: Gut gerüstet gegen Piraten

Foto: AFP/ Spanish Ministry of Defence

Madrid - Der Angriff auf die "Patiño" geschah in der Nacht zum Donnerstag: Piraten haben vor der Küste Ostafrikas ein spanisches Kriegsschiff angegriffen, das sie in der Dunkelheit offenbar mit einem Frachter verwechselt hatten. Die Piraten nahmen das Schiff der spanischen Marine von einem Motorboot aus unter Beschuss, teilte das spanische Verteidigungsministerium in Madrid mit. Die Besatzung des Kriegsschiffs erwiderte das Feuer und schlug die Seeräuber in die Flucht.

Ein Hubschrauber an Bord des Schiffes nahm nach Angaben des Ministeriums die Verfolgung des Motorboots auf. Sechs Piraten seien festgenommen worden. Fünf von ihnen seien bei dem Schusswechsel verletzt worden. Die Angreifer sagten bei ihrer Vernehmung aus, ein siebter Pirat sei getötet und von seinen Komplizen ins Meer geworfen worden. Von den spanischen Soldaten wurde niemand verletzt.

Die Zeitung "El País" berichtete unter Berufung auf das Verteidigungsministerium, die Piraten hätten das Kriegsschiff wahrscheinlich für einen Frachter gehalten. Die Silhouette der "Patiño" ähnele einem Handelsschiff.

Das Versorgungsschiff der spanischen Kriegsmarine ist mit acht Maschinengewehren ausgerüstet und hat eine Besatzung von 154 Marinesoldaten. Es gehört zur EU-Schutztruppe "Atalanta", die die Schifffahrt am Horn von Afrika vor Piraten schützen soll.

ulz/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.