Frauen missbraucht und gequält »Horrorhaus« von Höxter abgerissen

Das »Horrorhaus« von Höxter gibt es nicht mehr: Am Morgen haben Bagger das Gebäude abgerissen, in dem jahrelang Frauen missbraucht und gequält worden waren.
Bauschutt des »Horrorhauses«: Bagger haben das Gebäude abgerissen

Bauschutt des »Horrorhauses«: Bagger haben das Gebäude abgerissen

Foto: Swen Pförtner / dpa

Es war ein Ort unvorstellbar grausamer Taten, nun ist es Geschichte: Das sogenannte Horrorhaus von Höxter im Stadtteil Bosseborn ist jetzt abgerissen worden, berichtet die nordrhein-westfälische Stadt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Auf dem Grundstück waren von 2011 bis 2016 Frauen missbraucht und gequält worden.

Der Abriss wurde möglich, weil das Land das 666 Quadratmeter große Grundstück zurück an die Stadt verkauft hatte – für den symbolischen Wert von einem Euro, informierte ein Stadtsprecher. Die NRW-Justiz hatte das Grundstück nach einem Prozess um illegalen Drogenanbau in dem Haus durch spätere Besitzer eingezogen.

Öffentlich zugängliche Grünfläche geplant

Neu bebaut werden soll der Bereich nicht. Geplant ist eine öffentlich zugängliche Grünfläche.

Die Ereignisse in dem Haus im Stadtteil Bosseborn hatten deutschlandweit Schlagzeilen gemacht. Jahrelang waren auf dem Grundstück mehrere Frauen von einem Paar missbraucht und gequält worden. Zwei der Opfer starben an ihren schweren Verletzungen. Eine Leiche wurde zuerst tiefgefroren, dann zersägt und später verbrannt. Eine Frau starb im Krankenhaus.

Im Prozess um die Taten wurden weitere grausame Details bekannt. So kam das Haus zu seinem Namen. 2018 verurteilte das Landgericht Paderborn das Paar wegen Mordes durch Unterlassen zu 13 und 11 Jahren Haft.

ktz/dpa
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