Hundeattacke Jackson soll Schadenersatz zahlen

Nur wenige Tage nach seinem Freispruch im Missbrauchsprozess droht Popstar Michael Jackson erneut Ärger mit der Justiz. Eine Frau verklagte den "King of Pop" auf Schadenersatz, weil sie von einem Hund gebissen wurde, der aus einem Haus Jacksons in Los Angeles entlaufen war.


Kein Ende des Ärgers in Sicht: Michael Jackson soll jetzt für Hundeangriff geradestehen
DPA

Kein Ende des Ärgers in Sicht: Michael Jackson soll jetzt für Hundeangriff geradestehen

Los Angeles - Einer im Internet veröffentlichten Klageschrift zufolge fordert die 66-jährige Donna Kyman Schadenersatz in noch ungenannter Höhe sowie die Übernahme der Kosten für die Versorgung der Bisswunden. Kyman wohnt im noblen Stadtteil Encino von Los Angeles nahe einer Villa der Jacksons. In der Anfang Juni eingereichten Klageschrift, die auf der US-Website thesmokinggun.com veröffentlicht wurde, schildert sie den angeblichen Angriff des grauweißen Huskys namens Flash. Dieser habe sie am 14. April in ihrer Garage attackiert und gebissen.

Der "bösartige" Angriff habe ihr schwere seelische Schmerzen und physisches Leid zugefügt. Der Popstar und Alejandra Jackson, die Ehefrau seines Bruders Jermaine, hätten nachlässig und falsch gehandelt, als sie den Hund frei und ohne Leine auf der Straße herumlaufen ließen, begründete die erboste Nachbarin ihre Forderungen.

Nach Angaben eines Vertrauten der Jackson-Familie verließ der 46-Jährige, der seit Verkündung des Urteils nicht mehr in der Öffentlichkeit auftrat, inzwischen seine Neverland-Ranch und erholt sich auf der Yacht eines Freundes von dem Prozess. Eigentlich habe Jackson eine Reise ins Ausland geplant, aber die Staatsanwaltschaft könne seinen Pass nicht wiederfinden, den sie bei Jacksons vorübergehender Festnahme im November 2003 eingezogen hätte.

Ein anderer Sprecher des Jackson-Clans bestätigte, der Popstar habe die Neverland-Ranch verlassen. Er machte jedoch keine Angaben über den Verbleib des Musikers. US-Fernsehberichten zufolge könnte Jackson auch im Spielerparadies Las Vegas untergetaucht sein. Andere Medien spekulierten darüber, Jackson werde in die Schweiz fahren, sobald er wieder reisen könne.

Jackson war am 13. Juni nach einem mehr als viermonatigem Prozess wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs in allen zehn Anklagepunkten freigesprochen worden. Der jugendliche Kläger hatte Jackson vorgeworfen, ihn im Alter von 13 Jahren sexuell belästigt und mit Alkohol gefügig gemacht zu haben. Jackson hatte die Anschuldigungen stets bestritten.



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