Illegal eingereister Ibrahim Miri Munition in der Wohnung - Asylantrag abgelehnt

Der Asylantrag des zurückgekehrten Bremers Ibrahim Miri wurde abgelehnt. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung stellte die Polizei nach SPIEGEL-Informationen scharfe Munition sicher.

Ibrahim Miri: Verdächtiger bei zahlreichen Straftaten (Archivfoto von 2014)
Carmen Jaspersen/ DPA

Ibrahim Miri: Verdächtiger bei zahlreichen Straftaten (Archivfoto von 2014)

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Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat den Asylantrag der libanesischen Clangröße Ibrahim Miri als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt. Das teilte der Verteidiger des Intensivtäters dem SPIEGEL mit.

Der Bescheid sei ihm um 12.22 Uhr per Bote zugestellt worden, schrieb Miris Anwalt Albert Timmer. Er werde fristgerecht Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen, kündigte der Anwalt an. Darüber werde das Bremer Verwaltungsgericht in einem Eilantrag entscheiden.

Nach SPIEGEL-Informationen war am Donnerstag eine Wohnung in der Bremer Innenstadt durchsucht worden, in der auch Ibrahim Miris Mutter lebt. Dabei stellte die Polizei scharfe Munition sicher, die ihrem Sohn zugeordnet wird. Es handelt sich um mehr als 30 Kurzwaffenpatronen des Kalibers .45. Die Polizei leitete ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen Miri ein. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Waffengesetz.

Ibrahim Miri war erst im Sommer aus Deutschland in den Libanon abgeschoben und mit einem Einreiseverbot belegt worden. Der frühere Präsident der Rockergruppe "Mongols MC Bremen" kehrte jedoch im Oktober zurück nach Bremen - nach eigenen Angaben flog er zunächst mit gefälschtem Pass in die Türkei und fuhr dann versteckt in einem Lkw nach Nürnberg. Nach einigen Tagen sei er nach Bremen weitergereist, wo er sich den Behörden stellte und Asyl beantragte. Unmittelbar danach wurde er festgenommen und sitzt seither in Abschiebehaft.

Cannabisplantage im Keller

Bevor er sich den Behörden stellte, soll sich Ibrahim Miri in der Wohnung aufgehalten haben, die nun durchsucht wurde. Die Razzia fand statt, während Miri am Donnerstagvormittag im Bremer Polizeipräsidium einem Beamten des Bamf seine Beweggründe für die illegale Einreise nach Deutschland schilderte.

In derselben Wohnung war Miri in den frühen Morgenstunden des 10. Juli von einem Spezialkommando der Bundespolizei überrascht worden und in einer geheim geplanten Aktion von dort aus über Berlin in den Libanon abgeschoben worden. Die Operation trug den Titel "Störung der Nachtruhe des Herrn Miri".

Die Wohnung stand schon früher im Fokus von Ermittlungen gegen Ibrahim Miri. So entdeckte die Polizei im Jahr 2013 im Keller des Mehrfamilienhauses eine Cannabisplantage. Der verbrauchte Strom der Plantage lief damals über den Stromzähler eben jener Wohnung, in der auch Miris Mutter lebt.

Rechtsanwalt Albert Timmer fordert die Entlassung seines Mandanten aus der Abschiebehaft. Miri habe sich bereit erklärt, sich auch im Fall der Freilassung dem Behördenverfahren zu stellen. Notfalls sei er auch bereit, eine elektronische Fußfessel zu tragen, um deutlich zu machen, dass er nicht untertauchen werde.



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