Wahrer Täter überführt Nach 20 Jahren im Gefängnis - DNA-Test entlastet Mann aus Idaho

Mehr als 20 Jahre saß ein US-Amerikaner im Gefängnis - für eine Tat, die er nicht begangen hatte. Nun hat ein Gericht ihn offiziell entlastet. Nach einer DNA-Analyse war ein anderer Tatverdächtiger festgenommen worden.


Ein Gericht im US-Bundesstaat Idaho hat einen unschuldig wegen Mordes und Vergewaltigung verurteilten Mann freigesprochen, nachdem ein anderer Tatverdächtiger durch eine DNA-Analyse ermittelt worden war.

Christopher Tapp war 1998 zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. 2017 kam er im Zuge einer Abmachung mit der Justiz frei - die Vorwürfe gegen ihn blieben aber formell bestehen. "Es ist ein neues Leben, ein neuer Anfang, eine neue Welt für mich", sagte der 43-Jährige nun. "Ich werde einfach jeden Tag genießen."

Der Schuldspruch gegen Tapp basierte auf einem Geständnis, das dieser später widerrief. Im Mai wurde dann ein anderer Mann festgenommen, der den Mord schließlich gestand. Ermittler waren ihm auf die Spur gekommen, indem sie DNA von am Tatort gefundenem Sperma mit Stammbaum-Datenbanken im Internet abglichen. In den USA schicken viele Menschen DNA-Proben an spezialisierte Anbieter, um über Erbgutvergleiche entfernte Verwandte zu finden.

Ermittler können in solchen Datenbanken mit am Tatort gefundenen DNA-Spuren Verwandte des Täters aufspüren - und so schließlich einen Verdächtigen ausfindig machen. Diese Methode führte im vergangenen Jahr zur Festnahme des mutmaßlichen "Golden State Killers" Joseph James DeAngelo, der mindestens 13 Morde verübt und Dutzende Frauen vergewaltigt haben soll (Lesen Sie hier mehr zum Vorgehen von Serienmördern).

Im Fall Christopher Tapp wurde durch diese Methode nun erstmals ein unschuldig Verurteilter vollständig entlastet, indem der wahre Täter ermittelt wurde.

bbr/AFP



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