Mordvorwurf in Indien Millionär soll absichtlich Wachmann überfahren haben

Ein indischer Tabak-Tycoon soll seinen Wachmann mit einem Hummer-Geländewagen gerammt haben - nur, weil dieser ihm nicht schnell genug das Tor öffnete. Jetzt ist er wegen Mordes angeklagt.


Neu-Delhi - Der Fuhrpark von Mohammed Nisham umfasst etwa 20 Luxuskarossen. In einer von ihnen, einem Geländewagen der Marke Hummer, soll der indische Unternehmer am 29. Januar einen Menschen getötet haben.

Als der Millionär in sein Anwesen im Bundesstaat Kerala zurückkehrte, soll er seinen Wachmann absichtlich mit dem Geländewagen überfahren haben. Der Unternehmer habe den Bediensteten gerammt, als dieser ihm nicht schnell genug das Eingangstor geöffnet habe, teilte die Polizei in der südindischen Stadt Thrissur mit.

Anschließend stieg Nisham laut Polizei aus dem Wagen und schlug mit einer Eisenstange auf das Opfer ein. "Wir beschuldigen ihn des Mordes, nachdem der Wachmann am Montag an seinen Verletzungen gestorben ist", sagte die örtliche Polizeichefin.

Nisham sitzt seit dem Vorfall in Untersuchungshaft. Er ist für die Polizei kein Unbekannter: Gegen ihn war nach Angaben des Senders NDTV bereits in zehn anderen Fällen ermittelt worden - die meisten wurden außergerichtlich geklärt.

Vor zwei Jahren hatte der Millionär bereits für Schlagzeilen gesorgt - weil er seinen damals neunjährigen Sohn an dessen Geburtstag ans Steuer seines Ferraris gelassen hatte. Nisham gehört zur Klasse der Superreichen in Indien. Er verdient sein Geld als Tabak- und Immobilienunternehmer.

wit/dpa/AP



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