Indien Morde erschüttern High-Tech-Metropole

Hyderabad im Süden Indiens ist das Computerzentrum des Landes. Nun wurden dort neun Leichen gefunden. Die Polizei nahm zwei Männer fest. Sie sollen einer Gruppe angehören, die Obdachlose köderte und anschließend umbringt.


Hyderabad - "Wir finden einen Körper nach
dem anderen", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Behörden hatten zuvor zwei Männer festgenommen, nachdem zwei Arbeiter sexuell misshandelt und dann mit einem Stein erschlagen worden waren. Insgesamt wurde neun Leichen gefunden, wie die Polizei am Wochenende mitteilte.

Die Verdächtigen gaben gegenüber den Ermittlern an, sie
hätten elf Männer und zwei Frauen vergewaltigt und danach
getötet. Die beiden Festgenommenen gehörten augenscheinlich zu einer Gruppe, die Obdachlose mit Alkohol ködere, misshandle und dann erschlage, sagte der Sprecher. Hyderabad ist ein
High-Tech-Zentrum; zahlreiche internationale Konzerne wie
Google, IBM oder Microsoft haben dort Standorte.

Erst vor wenigen Tagen wurden in einem Ort außerhalb der
Hauptstadt Neu-Delhi 17 Leichen gefunden, die meisten davon
Kinder. Die Opfer wurden vor ihrem Tod sexuell missbraucht. Die
Polizei nahm einen Geschäftsmann und seinen Dienstboten wegen Mordverdachts fest. Der Fall erregt in Indien großes Aufsehen und führte bereits dazu, dass sechs örtliche Polizisten
entlassen wurden.

sev/rtr



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